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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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gleich Pflöcke gesteckt, aber noch nicht festgeschlagenwerden dürfe». Wenn er nun das Ende seiner Linie er-reicht hat, dann kehrt er wieder zurück, untersucht ih-ren Lauf, verbessert ihn, wo es nöthig ist, und läßtdann erst die Pfähle festschlagen.

Mit dieser Methode, die freylich eine große Ue-bung, einen sichern Blick, verbunden mit einer richti-gen Darstellungskunst der Formen und Bilder voraus-setzet , bin ich versichert, daß man sich der Naturund dem Lokal-Charakter am glücklichsten nähern wird,wenigstens hat mir dieses eine 40jährige Erfahrung sobewiesen, daß ich dafür bürgen kann.

7.

Man vergleiche diese Methode mit der gewöhnli-chen, wo man mir dem Zeichenstabe unter dem Arn^das Gesicht auf den Boden gerichtet, die Linien zog,und die dann, wenn man sich wieder aufrichtete undihre steifen fehlerhaften Abweichungen von andern For-men gewahr wurde, zu wiederholten zahllosen Aende-derungen nöthigte, welches aber bei der so eben be-schriebenen Methode der Fall nicht ist. Da bleibt derZeichner in der aufrechten Stellung; er übersieht wäh-rend er zeichnet, die schon früher bestimmten fernen Punk-te, die seine Linie berühren soll, und nähert sich diesenauf eine eben so angenehme als natürliche Weise. Erhat die ganze Gegend, die seine Garten-Anlage aufneh-men soll, und die Formen, die er bereits entworfenhat und die mit den noch übrigen in Verbindungund Einklang treten sollen, beständig im Auge, und nursein Gefühl für Schönheit nnd Wahrheit der Natur lei-te» seine Schritte, folglich auch seinen Ieichenstab, dertteu den Bewegungen seines Meisters folget.