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Beiträge zur bildenden Gartenkunst für angehende Gartenkünstler und Gartenliebhaber / von F.L. v. Sckell
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171
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io.

Die Wasserfalle sind gegen einander, so wie alle-übrige in der Natur, äußerst verschieden. Einige stürzenvon hohen Bergen herab, und bilden im Fallen wiedermehrere und ganz verschiedene Fälle, wo jeder für sichein schönes Bild ausdrückt, wie der eben so schdne alsmerkwürdige Wasserfall zu Golling und jener in derLend , der in die Salzach stürzt, mit dem mächtigenWasserfall im Gafteiner Bad im Salzburgische», diePissevache in der Schweitz und die Katarakten beimTempel der Vesta zu Tivoli u. s. w. Andere wiederfallen fast senkrecht herunter und bezeichnen in ihremSturz nur einen Strahl, wie der Wasserfall am Kessel,berg, unweit deö Kochelsces im Königreich Baien,, derStaubbach in der Schweitz u. a. m. Diese gehören aberunter die Riesenwerke der Natur, wo sich die nachah-mende Gartenkunst bescheiden zurückziehen muß. Alleindas Verdienst eines Wassersturzes liegt eben nicht inseiner Höhe, von der er herabfallt; ein niederer, nur4 bis 5 Fuß hoher Wasserfall, der sich durch ausge-zeichnete malerische Formen empfiehlt, kann sich vorjenen, die wie ans den Wolken herab zu stürzen schei-nen, die aber oft mehr die Verwunderung, als dieKunst befriedigen, dennoch den Vorzug erwerben undauch in Gärten mit dem besten Erfolg nachgeahmtwerden ( Ruysdael malte vorzüglich solche niedere Was-ferfälle mit Beifall und außerordentlichem Kunstwerk!) ).Aehnliche Wasserfalle finden sich auch in engen, oftStunde» langen Thälern, wo kräftige Bäche zwischenFelsenmaffen in rascher, lärmender, wilder Bewegungund schäumend durchdringen oder überfallen. Sie bie-then eine Menge, aber keine hoch herabfallende Wasser-