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che einer schönen Gegend aus der Natur znrückge-kehrt ist.
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Diese Gärten also, die man für die studierendeJugend erschaffet, sollten nach den Gesetzen der Naturangelegt werden; sie sollten als Resultate eines reinenund warmen Gefühles für eigentliche Natur - Schdnhcirbetrachtet werden können und vermbgend seyn, bei derstudierenden Jugend ähnliche Empfindungen zu wecken.Hier kömmt der muntere Jüngling, der hoffnungsvolleKnabe vom Hügel herab, um unter stolzen frei stehen-den Bäumen- die sich hoch über seinem Haupte wölbenund ihm zeigen, wie die Narur vermag, im Geisteleütscher Haine, der grauen Vorzeit der Barden, sichgroß und in feierlicher Würde auszudriicken. Dort wan-delt er in schattenreichen, gedrängte», lieblichen, auiBäumen und Sträuchern verschiedener Arien malerischverwebten Gebüschen, deren Namen und bildliche Schön-heiten mir ihren ökonomischen Eigenschaften er kennenlernt. Hier findet er sich in freundlichen Thälern amrieselnden Bach und dicktet bei der Quelle Hippokrene;da wird er von zahlreichen Pflanzen, von Blumen, dieihm Wohlgeruch zudufren und sein Auge ergötzen, freund-lich aufgenommen und erwirbt sich die ersten Kenntnißein der Kräuterlehre und ihrer Kultur. Auch den Gartender Hesperiden findet er hier und lernet die so mancher-lei nützlichen Lbstfrüchte und ihre Beredlungs - Artenkennen.
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Auf diesen seinen kleinen Wanderungen aber mußer auch Büsten großer Männer begegnen, deren er sich