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Beiträge zu Erforschung der Atmosphäre mittels des Luftballons / Richard Assmann
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Berson: Zweite Fahrt desHumboldt am 14. März 1893.

Aufstiege in jene Höhen durchaus bestätigte Aufschlüsse gebracht hat,erörtert werden; nur kürzer werde ich dagegen auf die Feuchtigkeit undWindverhältnisse, sowie auf Insolation etc, eingehen.

Was nun die Apparate und die Beobachtungsmethode bei dieser Fahrtanbelangt, so ist es durch systematische gleichzeitige Ablesungen gelungen,diesesmal genügende direkte Ablesungen des Luftdrucks am Aneroid, welchesin häufiger Vergleichung mit dem Quecksilberbarometer gehalten wurde, zuerlangen, um die Werthe für Luftdruck bezw. Höhe ausschliesslich darausabzuleiten. Der Richardsche Barograph, den wir am 1. und 14. Märzund auch später immer mitführten, ist zwar als ein in seiner Art vor-treffliches Instrument erprobt worden, als fahrtechnisches Hülfsmittel un-ersetzbar, für Interpolation, Ermittelung des Ganges und Kontrolle sehrbrauchbar. Aber die absoluten Luftdruckangaben desselben waren nurmit Vorsicht zu gebrauchen. Kleinheit der Theilung (bei einem Instrumente,welches eine Luftdruckskala von 780 bis unterhalb 200 mm zu umfassenhatte, unvermeidlich), mangelnde Temperatur-Compensation, ein nicht gegenalle Stösse, schiefe Lage und Wärmeänderungen unempfindlicher Gang derUhr und ein ausserdem vorhandener Theilungsfehler erwiesen sich als diestörenden Momente. Nach allen späteren Erfahrungen eilte der Apparatzunächst in der Kegel der Druckabnalime vor, d. h. er erforderte einepositive Druckcorrection, kam bei Drucken unter 400 mm nun gewöhnlichetwa auf den wahren Stand und erst in den grössten Höhen überwogschliesslich (bei dem gewöhnlichen, fast andauernden Steigen des Ballons)das Nachhinken der Aneroiddosen über Temperatur- und Theilungsfehler,so dass sich nun eine nicht grosse negative Correction einstellte.

Die sämmtlichen in der nun folgenden ausführlichen Tabelle II ge-gebenen Luftdruckwerthe sind entweder (besonders regelmässig in dengrössten Höhen) direkt am Quecksilberbarometer abgelesen und selbst-redend auf 0° reducirt oder an dem Aneroid Bohne 1753, dessenCorrection bei dem schnellen Steigen in der Gegend von 350 mm und bei 27° Lufttemperatur (offenbar war die Compensation nicht vollständig)bis auf 12 bis 13 mm anstieg. Jedoch war dieselbe erst unter 400 mmund bei der grossen Kälte schnell gewachsen noch bei 4000 m wich esnur um b 1 / 2 , bei 2500 um 3 mm von dem Hg. Barometer ab. Auch zeigtedas Anwachsen der Correction einen recht regelmässigen beschleunigtenGang. Trotzdem wurde in den Höhen über 5000 m jedesmal dasQuecksilberbarometer abgelesen. Es muss hier hervorgehoben werden, umallen Zweifeln zu begegnen, dass uns schon damals die Einwirkung, welcheeine jede Aencierung der verticalen Beschleunigung des Ballons auf den Standdes Hg. Barometers hervorbringen muss, wohlbekannt und auch rechnerischermittelt worden war, und dass aus diesem Grunde vor allem, dann auch umdas die Ablesung so erschwerende Pumpen des Quecksilbers zu vermeiden,