Band 
Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
Seite
46
JPEG-Download
 

46 Architectura Hydraulica. Erſtes Buch.

wiederum heraus. Mit dieſer Zahl 20. trifft aber in der Reihe derer Gein Abfall von 6. Schuhen, 8. Zollen zu, multipliciren wir alſo dieſe gefun 19Schuh, 8. Zoll durch das Quadrat des Diviſoris 20, nehmlich durch 400 ſo 9 0wir 2666. Schuh, 8. Zoll, vor die begehrte Hoͤhe des Abfalls; Denn, da ahſchwindigkeiten ſich unter ſich verhalten, wie die Quadrat- Wurtzeln aus denen Hi

rer Abfaͤlle,(per§. 169.) ſo muß alſo nothwendig zwiſchen der Geſchwindigkeit bSchuhen und derjenigen von 400, die nehmliche Verhaͤtiniß anzutreffen ſehn dieder Quadrat- Wurtzel von 1. und der Wurtzel 20. enthalten iſt, folglich verhat

8

die Abfaͤlle oder deren Hoͤhen unter ſich, wie die Quadrata dieſer ausgezogenen W12 55 wie ſich 1. zu 400, oder wie ſich 6. Schuß/ 8. Zoll zu 2666. Schuhenverhalten. 12 n 5 7 8Auf was Art die 6. 473. Es folgt alſo, daß, wenn wir die Waſſer⸗Hoͤhe eines Behaltebeygefuͤgte Ta- nicht weniger auch der Flaͤchen⸗ Innhalt ſeines in dem Boden angebrachten 1 0belle von 1 Loches wiſſen, und auch anbey der Waſſer⸗Paß des Waſſers beſtaͤndig bey eine95 119 ihnen ö be unterhalten wird, wir augenblicklich diejenige Menge Waſſer finden konnenbezeinkommenden rend einer Sekunde durch das Oeffnungs⸗Loch hindurch lauffet; Weilen wirGeſchwindigkeitk der bekandten Hoͤhe des Behaͤlters, als welche die Stelle des Abfalls vertritt%zu gebraucht, um auch die Geſchwindigkeit des Waſſers, oder die Hoͤhe derjenigen Waſſer⸗S ab%diejenige 1975 che das Oeffnungs⸗Loch zur Grund⸗Flaͤche haben wuͤrde, ſo gleich mit bekandtsc 1 0 1 5 Kommt alſo ſchlechterdings nur noch drauf an, die Schwehre dieſer Waſſer-welche ein Behaͤl⸗ Erfahrung zu bringen, damit wir ſolche auf ein nur gefaͤlliges Ermeſſungs⸗ Macter, deſſen Hoͤhe eiren koͤnnen.(per 5. 463.. fund Oeffnung ⸗ 6. 474. Ich habe alſo dieſe erſtere Tabelle mit einer noch andern zuLoch gegeben, er gut zu ſeyn geglaubet, welche die Schwehre ſolcher Waſſer⸗Saͤulen in ſich1 Hei die fur Grund⸗ Fläche einen Circul von einem Soll im Hiametfo, und zur paner noch andern Hoͤhe von einem Schuh an biß auf 400. fort gerechnet, ie Wollten wineTabelle, um die- hero gern wiſſen, wie ſchwehr etwan eine ſolche Waſſer⸗Saͤule ſeyn moͤchtejenige Men ge Schuh Hoͤhe haͤtte, duͤrffen wir nur dieſe Hoͤhe in der andern Tabelle unter de cWaſſer zu erfah derer Schuhe aufſchlagen, ſo werden wir finden, daß die Schwehre der porgeh.ren, enen Waſſer⸗Saͤule 91. Pfundt„4. Untzen betraͤget. 5 10ae d. 4. Allein, da dieſe Tabelle keine Zolle zuglich mit in ſich begreſſchken Dwerel un dennoch hey denen enigen Waſſer Saulen, deren Schwehre zu wiſſen cbaHohe gegeben. wird, faſt allezeit Zolle, wohl auch gar Linien anzutreffen, ſo muͤſſen wir ehe5 cken, daß, weilen das erſte Glied dieſer Tabelle eine ſolche Waſſer⸗Saͤule angdie Hoͤhe eines Schuhes zur Hohe hat, und deren Schwehre ſich auf beer, 10 NDrachme belaufft,(per 5. 341.) gar fuͤglich ein jeder Cylindriſcher Zoll Was, 5%Gewicht von einer halben Untze, angeſehen werden koͤnne. Wenn wir alſo 0belle die Schwehre einer gewiſſen Waſſer⸗Saͤule genommen haben, ber öSchuhen ausgedruckt iſt, muͤſſen wir zu der Schwehre derſelben ſo viele Habe 0annoch hinzu thun, als ſo viel Zolle noch uͤber denen Schuhen moͤchten gefund g, 00

oder deutlicher; Wenn die vorige Hohe der Waſſer Saule, von 240. Schuhlen befunden wuͤrde, muͤſſen wir zu denen 91. 1 und 14. lingen auh 1Product aus denen 8. Zollen in eine halbe Untze hinzu thun, um dadurch gSchwehre, nehmlich: 92. Pfundt, 2. Untzen zu erlangen. Und auf gleiche oehwir nehmlich Linien haben, und auf ſolche in der Berechnung auch mit ſehen 1 5ben wir nur dieſenige Schwehre zu ſuchen noͤthig, welche ſie in Vergles“Schwehre eines Zolls Waſſer nothwendig beſitzen muͤſſen. 9 10. 476. Wenn nun auch das Oeffnungs⸗Loch oder die GrundWaſſer⸗Saͤule, die ich jedoch aber beſtaͤndig Circul⸗foͤrmig annehme„ wehe 6Zoll im Diametro haͤtte, ſo koͤnnen wir nichts deſtoweniger vermittelſt dieſer en,belle, die Schwehre des Waſſers in Erfahrung bringen: Zum Exempel; J wieſolche Waſſer⸗ Saͤule betraf, welche 120. Schuh, 9. Zoll, 6. Linien 515 16zur Grund⸗ Flache einen Circul von s. Zollen im Diametro beſaͤß, duͤrffen wi gblicklich zum Grund ſetzen, als betruͤg dieſe Grund ⸗Flaͤche nur einen 30die Schwehre dieſer Saͤule 46. Pfundt, 3. Untzen, 6. Drachmen. Da ſicul unter ſich eben ſo verhalten, wie die Quadrata ihrer Diametrorum,erſehen, daß, wenn wir dieſe kaum angefuͤhrte Schwehre durch dasZollen, nehmlich durch 36. multipliciren, das herauskommende Produa geſuchte Schwehre der vorgegebenen Waſſer⸗Saͤule angeben muͤſſe. ftr 15 60Huͤlffe der andern ehe 9 0 Wenn nun auch im Gegentheil der Diameter des 75 bor 10l d 9 n Zoll ausmachete, ſo muͤſſen, wir alſobald einen Bruch aber 11Schwehre ſolcher ſen Se ie nehmliche Groͤſſe des Diametri angiebet, der Wenner ern Ban fWaſſer⸗ eiue ſeyn muß, hierauf dieſen Bruch, wenn es ſich thun laͤſſet, zu einer gering