Band 
Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
Seite
110
JPEG-Download
 

den Roͤhren anfangen zu ſteigen, jedoch aber keinesweges auf einerley Hoͤhe!

Exempel: Die mittlere Proportional- Geſchwindigkeit des geſa 3

Anwendung die-ſes nehmlichenInſtruments, umden Lauff einesSchiffes dadurchzu ermeſſen.

ſolche Hoͤhe, die ſich auf die Geſchwindigkeit des Schiffs beziehet wen dehe 0

Friction enthalten.

110 Architectura Hydraulica. Erſtes Buch..

an jedem gefaͤlligen Orte freywillig innen ſtehe. Zu mehrerer Bequemlichkel 00Eintheilung in Zollen und Linien geſchehen. tach8 Will man aber dieſes Inſtrument an und vor ſich ſelbſt gebrauchen/ 0 aſolches ſenckrecht ins Waſſer, und zwar ſolchergeſtalt, daß der Eingang canenen Roͤhre gerade der Direction des Strohms entgegen zu ſtehen kommt. aße l Nſich in dem Trichter ſo zu ſagen recht fangen muͤſſe. Alſobald wird 904 0 öwir unter der Linie Hl, den Waſſer⸗Paß des Waſſers annehmen, ſo kan 1 10 0dings in der erſtern Roͤhre a nicht hoͤher ſteigen, als biß auf die Hoͤhe G5 10ſie nehmlich allbereit ins Waſſer eingetaucht iſt, weilen ſonſt weiter nicht,wodurch es zum Hoͤherſteigen gezwungen werden koͤnnte, als die Schwe(per 5. 333.) Herentgegen es mit demjenigen Waſſer, welches in die gekrCb eintringet, eine gantz andere Beſchaffenheit haben muß, weilen es 9uͤber ſeinen eigenen Waſſer⸗Paß EI aufwarts zu ſteigen, und zwar a 1

he MX, die ſich auf die Krafft des Strohms beziehet; maſſen, da wirdigkeit ſolchergeſtalt in Betrachtung ziehen koͤnnen, als waͤr ſie durch den.ner gewiſſen Hoͤhe erlangt worden,(per s. 601.) nothwendig alſo auch,die nehmliche Hoͤhe wieder in die Hohe ſteigen,(per 8. 160.) und in di agHohe durch denjenigen Trieb, deſſen dieſe Geſchwindigkeit vermoͤgend ſehkelt 9 00dig unterhalten werden muß; Da nun ubrigens auch dieſe Geſchwindig haeEingang der Roͤhre) E, ihre Wüͤrckung ausuͤbet, ſo muß ſie alſo auch ü„re der Waſſer⸗Saͤule ME im Gleichgewicht ſtehen.(per§. 6ol.)%

Haben wir dann endlich den gedachten Trichter nach dem schlie

des Waſſers gerichtet, anbey auch an der Roͤhre denjenigen Punck angem zachen es am hoͤchſten geſtiegen, ſo kan man ſich allezeit darauf verlaſſen⸗ und; 0ter keine Sorgen machen, ob der Strohm gerade oder ſchraͤg 20g guſteweilen zu, daß ein Wirbel das Waſſer uͤber diejenige Hoͤhe des Abfalls wahrebet, die ſonſt mit deſſen Geſchwindigkeit zuſtimmt, ſo werden wir doch g= 0 Hödaß es ſich nach einigem Auf⸗ und Abſteigen wiederum in die natürlich 1Weilen der Wind auch zu Hin⸗ und Her⸗Wanckungen Gelegenheit giebel 0 mögverhindern, daß man die geſuchte Hoͤhe nicht recht genau abnehmen fan, 5 NExperimente nur zu einer ſolchen Zeit unternommen werden, wenn 100 N

66ö

Man kan vermittelſt dieſer Machine, wie es der Herꝛ Pitot bemeria gel 0Anzahl anderer nuͤtzlicher und Bewunderungs⸗ wuͤrdiger Betrachtungen J8wſ 1Ulla go,Fluſſes zu finden; Um in Erfahrung zu bringen, ob die Verſtaͤrckung ns%Geſchwindigkeit mit dem Anwachs oder mit der Zunahme des Gewa eine 100 öoder in was fuͤr einer Verhältniß beyde Theile ſonſten ſtehen; Was fü, edel Man 0zwiſchen denen eigentlichen Waſſer⸗Groͤſſen oder Waſſer⸗Mengen unh 11%* 5 1 1 1 10 a9. 615. Nachdeme der Her: Pitot dieſe Machine erfunden ſo aFug auf die Gedancken verfallen, wie ſie gar fuͤglich gebraucht werden lch 10Lauff eines Schiffes zu ermeſſen. Denn, dieſer Lauff beruhet ledig walſchwindigkeit des Schiffs, und dieſe kan wiederum angeſehen werden/ well. 0 0Geſchwindigkeit eines flieſſenden Waſſers, auf welchem das Schiff ub oberg;(per 5. 798.) Man muß nehmlich in dem Mittel des Schiff⸗ Bode. ren 101%an dem Mittel⸗Punct der Wanckung, als man kan, zwey metallene und4. Anien im Diametro anbringen, von denen die eine abermahlen gerad bangere an dem einem Ende gekruͤmmt, wie die vorher beruͤhrten, jedo ab gel 0%Meer- Waſſer hinunter reichen muͤſſen, maſſen vor ſo gar kleinen Oeſſaß aufzu befuͤrchten. In dieſe beyden Rohren werden zwey andere von Glaßer 1%noͤthigen Beobachtung gebuͤhrende Hohe eingeſtoſſen. Das Waſſer in aber 1alsdann biß auf ſeinen Waſſer⸗ Paß in die Hoͤhe ſteigen, in der ander i der J 00

nachdeme er gegen das vordere Theil des Schiffs gerichtet, ſich in e aer 0den befinden muß, als wenn er ſich in dem e des ſleſende 5 13und folglich erlangen wir dadurch die Geſchwindigkeit des Schiffs aul!

die Geſchwindigkeit eines Strohms. f