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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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ſen mit kleinen lein, die ſich vertical oder lothrecht ele viren laſſen, als eben ſo viele kleine

Brettern, ver, Raute determiniret wird, die an der Eich⸗Wand ſelbſt befeſtiget iſt, um ſol

28 Waſſer⸗Bau⸗Kunſt. Vierdtes Buch.

man die kleinen Muͤndungen von denen groſſen, ſo viel es ſich nur immer will thunlaſſen, entfernen, ja die groſſen ſelbſt in verſchiedene kleinere Muͤndungen zerthelledie jedoch zuſammen genommen die nemliche Menge Waſſer ergieſſen. Z. Ex. 305es zu Schulden kaͤme, daß man einen oder guch mehrere WMaſſer⸗Zolle in einen G 7Keſſel ſolte lauffen laſſen, es ſey nun vor die Fontaine ſelbſt, da die Austheilung 9 0ſchiehet, oder auch vor eine gantz andere, die von dieſer unterhalten werden ſoll,muß man den Eich⸗Keſſel von einer ſolchen Groͤſſe machen, daß ein einiger WaZoll zu vier Eich⸗Muͤndungen heraus lauffen kan, die 9. Linien im Lichten weit eund gleich neben einander angeordnet ſeynd: Und wann dann viele Waſſer⸗ 50ergoſſen werden ſolten; ſo muß der Eich⸗Keſſel an einer von denenjenigen SeitenEich⸗Kuffe angelegt ſehn, allwo das Waſſer am breiteſten iſt, damit er um ſobeſſer und reicher mit Waſſer verſehen ſey. g

Die kleinen recht F. 1407. Was nun aber die Art und Weiſe anbelangt, wie dieſe kleine 10

wincklichten Eich- Muͤndungen bey denen Gelegenheiten zu verſchlieſſen, da man den Lauf des Wa 5Muͤndungen muß unterbrechen will; ſo ordnet man gleichſam Scheide⸗Waͤnde an, von i ee 1150 Bretter, die in ihren Faltzen gehen, deren Hebung oder Spiel durch eine vorrigen

ſchloſſen werden. ihrem Stand feſte zu erhalten. s*Tab. 3. Weilen die Waſſer⸗Ergieſſung derer Eich⸗Muͤndungen nur in ſo fern 119Fig. 3. deren Superkicial-Gröſſe im Lichten, in richtige Proportion geſetzt werden kan

nemlich alle deren Grund⸗ Breiten auf einer und eben derſelben Horizontal- Linie

befindlich ſeynd; ſo erſiehet man hieraus, wie noͤthig es ſey, daß ja der Bode

Eich⸗Kuffe fein gerade und eben, anbey ſo feſt und wohl unterbauet worden, daß 1

niemalen auf einer Seite etwan nachgebe, und alſo die Waſſer⸗Laſt ohngefahl 1

einem Orte ſtaͤrcker werde, als an einem andern: weßhalben dieſer Boden aus blech

55 3 oder Tafeln zuſammen geſetzet werden muß, die ohngefehr 6. Linien“

. nd. 5 1 3 10In was vor ei⸗„F. 1408. Weilen die Hoͤhe der Eich⸗Wand, 8. Zoll ſeyn ſoll;(8, 1956ner Hohe, von dem So iſt hierbey zu obſer viren, daß die Horizontal- Linie, auf welcher 5 Grund ach

Boden der Sich⸗ ten derer Eich⸗Muͤndungen ſtehen ſollen, L. Zoll hoch vom Boden abſtehe, um 0 1.

Kuſfe 1 0 von dem Schlamm zu entfernen, den das Waſſer am Boden der Eich⸗Kuffe ab 1

18 8 angeordnet Alsdann bleibet noch ein Saum oder Rand von 2. Jollen g. Linien oberhalb dem! 10

werden müſſen. Rande derer Eich⸗Muͤndungen uͤbrig, der das Waſſer zuruͤck haͤlt, wann zue,

die Lufft, welche die Waſſer⸗Leitung in ſich enthaͤlt, daſſelbe mit Ungeſtümmwaͤrts treibet. Was die Dicke oder Staͤrcke dieſer Eich⸗Wand anbelanget 1muß ſolche bey allen Eich⸗Kuffen eben diejenige, ja derjenigen vollkommen gleichderen man ſich bey denenjenigen Experimenten bedienet, aus denen man die 9haftige Groͤſſe und Weite derer Mündungen im Lichten erfahren haben moͤchte,Bey denen ö, F. 1409. Wann man oͤffentliche Brunnen anlegen und erbauen wil fſenllichen Brunnen muß man, ehe man noch den Ort feſt ſetzet, wo die Eich⸗Kuffen hinzuſtehen kolt ohemüſſen die Eich ſollen, gar ſichere und gewiſſe Maaß⸗NReguln nehmen, dieſelben auf die HöchſteKufen ſo boch ale zu ſtellen, als es nur immer moͤglich ſeyn will, ſo daß diefenigen, die ihr Waſſer f

gelegt werden als mittelbar aus der General- Piſtribution oder Haupt Auskheilung empfangen, f 1

bah denn l. viel, als es ſich nemlich gebühren will, niedriger liegen, als die Quelle, daulic ſehn wil. Waſſer, daß in ihren geitungs⸗ Röhren, gleichſam wie in einem Heber“, aufegenugſam zureichlicher Menge wieder in die Hohe ſteigen koͤnne. Mit eben 0

Achtſamkeit muß man auch das Waſſer aus dieſen erſtern Eich⸗Kuffen in diefer

uͤberleiten laſſen, die weiter abliegen, von dieſen andern in die dritten, und ſo 000

ohne ſich dabey weiter darum zu bekuͤmmern, ob nicht dieſe letztern moͤchten Hunt.

8 hoch und hoͤher angelegt zu ſeyn ſcheinen, als es in Anſehung der Laage derer Oite 6tiers, allwo ſie etwan errichtet und erbauet worden, ſeyn muͤßte oder noͤthig muß

maſſen man nicht ſo wohl auf die gegenwartige Umſtaͤnde derer Sachen ſehen Ei

als bielmehr auf die Beſchaffenheit, in welche ſie mit der Zeit gerathen koͤnnen. el,

Stadt kan ja wuͤrcklich mit der Zeit groͤſſer werden, und in den Umſtand verfg

daß ſie Fontainen anlegen muß, und zwar weit uͤber die Grentzen hinaus gh

ſich vorhero geſetzt hatte: Hat man nun alsdann das Waſſer nicht auf die 10 10

Hoͤhe getrieben, auf welche man es doch haͤtte bringen koͤnnen; ſo verdienet mate

denen Nachkoͤmmlingen die Blame mit billigem Rechte, daß man ſo gar engge 5

Abſichten gehegt habe. r

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Wenn auch dasjenige, wovor man etwan in Zeiten ſorgen wolte, gaghen,

malen geſchehen und vorfallen mochte, was wird man vor Beſchwerniß darvon 5wann man ſich nach einer Maxime richtet, auf welche ich mich hier gri

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