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30 Waſſer⸗Bau⸗Kunſt. Vierdtes Buch.
in Anſehung derer⸗ nenſelben in Ermangelung der andern zu denen Zeiten, wann eine Reparation borge-bangen Brunen nommen werden muß ſondern auch in manchen Faͤllen beyde zugleich miteinander 0die in denen folgen ten gebrguchet werden, wann man etwan wegen einer Feuers⸗Brunſt in einen gew
den Feiten noch ſen Theil der Stadt weit 1 wo ſen, ale öhnlich uimöchten müssen en Theil der Stadt wei mehr Waſſer wolte lauffen laſſen, als ſonſt gewoͤhnlichangelegt werde. Waren nun die Sachen einmalen wohl eingerichtet, wörde das Pubſicum dlebug
auch groſſe Huͤlffe und Vortheile davon haben koͤnnen, vornemlich, wann mannoch die ubrigen Vorſichten brauchen wolte, die ich noch in dem folgenden erklärenwerde. Damit ich nun auch uͤbrigens nichts von demjenigen vorüber gehe, was zuninnern Theil oder zu der innern Einrichtung derer Fontamen gehoͤret; ſo folgen nunauch noch einige Anmerckungen von der Construction oder Anordnung derer Sammel⸗Raͤſten. ö
Wee diz zu de F. 1413. Mas nun die Verfertigung eines guten Sammel Kaſtens alle,nen öffentlichen langet; ſo muͤſſen die bleyernen Platten, aus denen er kormiret werden ſoll, ſe 0%Brunnen gehörige aus dem Groben geſchmiedet werden, ſo daß man die Hammer⸗Schlaͤge gar nicht h,ihn„Kasten len kan. Wie nun dieſes ohne das Ab⸗ und Aufrollen dieſer Platten nicht geſchehg15 zu verferti kan; ſo iſt dieſe Art zu ſchlagen gar ſehr noͤthig, die Ritze zu verſchlieſſen, durch ig
che das Waſſer durchſickern koͤnte. Es iſt zu verſchiedenen malen geſchehen, da 0unter Verabſaͤumung dieſer Vorſicht, in den verdrießlichen Umſtand gefallen, 110ſich nothwendig genoͤthiget geſehen, Sammel, Kaͤſten wieder gaͤntzlich einzureiſſen, 9doch kurtz zuvor gantz von neuem verfertiget geweſen. 0Die Dicke derer Platten, von denen wir jetzo reden, ſoll ohngefehr gwey ll
eine halbe Linie betragen, von denen dann der Quabrat⸗Schußh am Gewicht, 14. 1haͤlt. Und da man ihnen auf eine Breite von 4. Fuſſen eine Lange von 16. Fuſſchben kan; ſo muß man ſolche guch nicht anders, als nach ihren volligen Erstreckung,Maaſſen brauchen, ſo daß derer Fugen ſo wenig vorkommen, als es nur immer inlich ſeyn will, maſſen faſt allezeit an denenjenigen Orten die Fehler erfolgen, 0die Platten zuſammen geloͤthet worden. Dannenhero ſich dann auch gebuͤhret, 10wann 4. Schuh zu der Tieffe des Sammel⸗Kaſtens genug ſeynd, man auch dieſe ha
ten oder Tafeln von einem Ende bis zum andern brauche, und aus denenſelben dieten⸗Wände, mithin alſo den gantzen Umfang des Kaſtens formire und zusammen ehIn ſofern aber der Sammel⸗Kaſten tieffer, als 4. Schuhe ſeyn ſoll, ſo muß maleſelben nach ihrer Laͤnge, Band⸗ oder Streiffen⸗weiß, nebeneinander ordnen, 1 0obern Kante des Sammel⸗Kaſtens den Anfang machen, den uͤbrigen Theil ihrer dnlumbeugen, und aus demſelben einen Theil des Bodens formiren.
Die Sammel,§. 1414. Man muß ſich nicht etwan einfallen laſſen, dieſe Arten von lKäͤſſen, die hohl mel⸗Kaſten mit dicken Bohlen, Tielen oder auch Mauerweick zu umflelden, vie 0unterbauet ſeynd, zufrieden ſeyn, ihre Boden und Seiten⸗Waͤnde mit einem ſogenannten Geripfag,müͤſſen gantz frey unter bauen und zu befeſtigen, welches von Zimmer⸗Holtz beſtehen und gut feſt 1felt ſhernencze, men verbunden ſeyn muß. Der Umfang dieſes Geridpes ſoll aus kleinen Pfosten,ippe ug eben Stand⸗Saͤulen beſtehen, die in einer Weite von 4. bis 5. Zollen von einander! 1
hen, damit man die Fehler um ſo eher entdecken, und ſolchen ohne lang heru 1
chen, abhelffen koͤnne, auch nicht darbey denen Griffen dererjenigen ſich ausgeſ fſehe, die mit dem Iöͤthen umgehen, als welche blos nur dahin bedacht ſeyn, wiihre Loͤthe an den Mann bringen moͤgen. Wann dieſe bleyernen Tafeln nach wa
Länge geordnet oder geleget worden; ſo müſſen allezeit die uſammengelötheten g 1an denen Rippen oder Staͤndtern befindlich ſeyn, an welche ſie ſich gleichſam augmen können. Es gebühret ſich alſo, daß man, ehe man noch dieſe Rippen auslet, ſich wegen ihres Abſtands, nach der Breite dieſer bleyernen Tafeln richte hwelche ſo breit ſeyn muͤſſen, als es nur immer moͤglich ſeyn will: worbey dann 11annoch dieſes zu obſer viren, daß man die Ecken oder Schaͤrffen derer 4. Eck⸗ Riß lals auch die Ecken von dem hoͤltzernen Gatter auf welchen der Boden des San ieKaſtens ruhet, einwarts gegen den Sammel⸗Kaſten hinein ſpringen laſſe, dam! 50hervorragende Ecken die ihnen zuſtimmende zuſammengeloͤthete Fugen feſt halten/welche niemalen hohl und ohne eine Gegenſtemmung zu haben„ angeleget oder gagenet ſeyn sollen, maſſen ſie auſſerdem nicht lange halten, ſondern gar bald auseinalhe
gehen wuͤrden, wann nichts vorhanden waͤre, das ihnen nicht den ſtarcken Trie“Waſſers auszuhalten huͤlffe. 5 lIch gedencke hier nicht derer eiſernen Baͤnder, mit denen die Ecken odel, 100kel befeſtiget oder verſtaͤrcket werden muͤſſen, noch weniger derer Klammern, ſo lgebrauchen muß, die einander gegenuͤberſtehenden Seiten⸗Waͤnde aufrecht zu abeten, wann die Sammel Kaͤſten nach ihrer Lange und Breite gar groß ſeynd, ſon 9
berlaſſe dieſes alles der Diſeretion bererſenigen die ſolche verfertigen laſſen, ma
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