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Erster Theil. Die Kunst, das Gewässer zu denen verschiedentlichen Nothwendigkeiten des menschlichen Lebens zu leiten, in die Höhe zu bringen, und vortheilhaftig anzuwenden.
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keitungen ge oͤren, nicht hinlaͤnglich ſeyn; ſo kan man mit Hebern zu Huͤlf kommen,und Nabu das Waste 1 euch Eich⸗Ruffen in eben dieſe Eich esel hinuͤberguffen laſſen. Endlich muß man auch alle die Haͤhne derer Neben und Bey, Leitun-gen, die eigentlich zu der Haupt⸗Waſſer⸗deitung mit gehoͤren moͤchten, verſchlieſſenund auf ſolche Art verhindern, daß ſich das Waſſer nicht vertheilen kan.

F. 1422. Man koͤnte auch noch viele Huͤlffe aus denenjenigen Reſervoirs Die Reſervolrz,

der Sammel⸗Kaͤſten her haben, die ſich bey denen Conceſſionairs befinden, wann die in denen Haͤu-

an ihnen nicht anders als mit dieſer Bedingung Waſſer accordirte, daß ſie eine mit ſern derer Consel-Gem 9 verſchloſſene Roͤhre unterhielten, und ſolche Keit⸗Röhre bis auf die lch, könn 10 5Gaſſe oder Straſſe hinaus fuͤhreten, ſo daß dieſelbe 3. Schuh oberhalb dem Pflaſter ſehr gut bey Lo;herfür gienge, damit man alſobald bey ſolchen Gelegenheiten, die hauptſaͤchlich dem ſchung derer Feu;gemeinen Weſen angehen, zu dieſen Roͤhren ſeine Zuflucht nehmen koͤnte. Und wann ers, Brünſte genu-ann allenfalls dieſe Reſervoirs, nahe bey einer Feuers⸗ Brunſt befindlich waͤren; ſo tzet werden.

Ute man alsdann nicht allein von dem Waſſer prolitiren, das in denenſelben enthal-

in, ſondern man haͤtte auch die Bequemlichkeit vor ſich, dieſelben beſtaͤndig fort voll

10 unterhalten, maſſen man nur ſo viel Waſſer in ihre Leit⸗ oͤhren dürfte einlauffen

Chen, als ſolche deſſen nur immer faſſen koͤnten. Deßhalben ſolte man auch dieonceſſionairs dahin obligiren, daß ſie ſich keiner eit⸗Roͤhren bedienen durften, die

am allerwenigſten nicht 2. Zoll im Diameter weit waͤren. Und eben dadurch geben

Geigkeitliche Perſonen ihre Klugheit an den Tag, wann ſie denen Particuliers keine

0 fäͤlligkeiten anders accordiren, als blos in Abſicht dererjenigen Vortheile, welche

t gemeine Weſen hieraus gewinnet, als worinnen jederzeit ihr vornehmſtes unduptſachlichſtes Abſehen beſtehen ſoll und muß.

1423. Zu Paris iſt die Waſſer⸗Leitung uͤberhaupt, in zwey abſonderliche Zu Paris bakNeko 85 A e 8 Das ab gehoͤret dem 1150 5 3 5Grang Fontainier von Franckreich, und begreifft uberhaupt alle diejenigen Waſſer ſe getheilet; 5unter ſich, die denen Koͤnigl. Haͤuſern vorbehalten ſeynd. Die Fonds, die zu derer⸗ eine gehoͤret denenſelben Unterhaltung gewiedmet ſeynd, werden von denen Koͤnigl. Domainen genom- Koͤnigl. Haͤnſern,

en. Das andere Departement, zu welchen uberhaupt alles dasjenige gehoͤret, was der andere dem

985 fentlichen Brunnen und verliehenen Waſſer⸗Rechte angehet, die von denenſelben publico.

Cbendiren ſtehet unter der Jurisdiction derer Meſſieurs les Prevôt des Marchands

0 Pchevins.(Handlungs⸗Vorſteher und Schoͤpffen.) Dieſe haben das gemeineommen der Stadt zu verwalten, und ihnen liegt es gantz allein ob, die zu der

fall reckung derer zu denen Waſſer⸗ Leitungen noͤthigen Wercken gehoͤrigen Veran-

tungen zu beſorgen, und nachzuſehen, ob auch alles ſo ordentlich vollzogen wird,

0 es die deshalben errichteten Policey⸗Ordnungen verlangen, damit die richtige

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fſetheilung derer Waſſer niemalen unterbrochen werde, anbep auch allzeit mit Ver-

ud un Ueberlegung geſchehe. Damit ſie auch von ſelbſt urtheilen koͤnnen,0 ben, di e ſeynd, ihre Schuldigkeit und Pflicht genau be-Hüchten; ſo beſichtigen ſie ſelbſt um oͤffteen die Waſſer⸗Kunſte, Brunnen, Hahnen-he, Prioat⸗Perſonen geſchehen, und 1 alsdann die Ausbeſſerungen oder dietuen Anſchlaͤge, ſo ſie etwan zu unternehmen geſonnen ſeyn moͤchten.

lerdings das Anſehen hat, daß noch viele Zeit vorübergehen moͤchte,eedarden konnen, auf welche ſie ihr Abſehen gerichtet; ſo hat man dennoch hu,ß man einmal mit der Zeit Paris eben ſo praͤchtig am Gewaͤſſer wird ſehen können,ze vor Zeiten das alte Rom war. Wie ſehr gereichet es denen Magiſtrats⸗Perſonen00 groͤſten Ruhm, ſich des ſchmeichelhaften Tituls, als Vater des Volcks, dadurchAtomen würdig zu machen, wann ſe die Klugheit ihrer Verwaltung durch ſolchelenckmahle an den Tag legen, die denen Nachkommen die Gröſſe ihres Eifer vorkite dasjenige ausnehmend anzeigen, was nur immer die offentlichen Nothwendig-en ſowohl als auch beſondere Bequemlichkeiten angehet! 5 flufee d a 6 inſchaftliche Waſſer gewißlich einer beſondern Haupt, Malaulwerccneh 190 1 5 beweg allerdings diejenigen, denen man guf⸗ men von demjentwd agen, die Austheilung des Waſſers zu beſorgen, von aukmerckſamen Gemuͤth, gene 1015 fl enenzig und alein dahin bemuͤhet ſeyn, ihren Aemtern und e wuͤrdigſt Wasser 0i hen. Sie muͤſſen jederzeit ihre Schuldigkeit genau ze dee achten ſuchen, und überhaupt noch er,käglicz muß ihnen gleichgültig ſeyn. Dieſer Theil der Waſſer⸗Bau⸗Kunſt giebt ſordert wird.de ich neue Gegenſtaͤnde und Beweg⸗Gruͤnde zum Nachdencken und Ueberlegen ana Hand, woraus ſie ſich groſſe Vortheile 5 bringen koͤnnen. Wenn 1 1556 5 f