V. Capit. Von Auszierung derer Gaͤrten. 55
v. 1473. Geſetzt, wir haͤtten einen ſteigenden Waſſer⸗Strahl, der die Hoͤhe Wann die Höhevon 18. Schuh erreichete, der Diameter ſeiner Guß⸗Muͤndung betruͤg 10. Linien: eines Waſſer-man begehrte den Diameter von der Muͤndung des Leit⸗Roͤhr⸗Wercks zu wiſſen; ſo u eſichen wir alſobald in der erſten Tabelle dieſenige Stand⸗ Höhe des Waſſer⸗Behälters, Jute Mündungdie vor einen 18 5. Schuh hohen Waſſer⸗Strahl gehoͤret, oder dieſer Hohe am naͤch⸗ gegeben, den 9581
en kommt, ſo finden wir vor dieſelbe 20. Schuhe. Nachdeme nun dieſes feſt geſetzet, meter der deil-po ſuchen wir in der dritten Tabelle und zwar in derjenigen Zeile, wo die Zahl 20. por⸗Roͤhre zu finden.
an ſtehet, und durch dieſe Zahl eben ein 20. Schuh hoch ſtehender Waſſer⸗Behaͤlter
angezeiget wird, die Zahl 10. auf; ſo finden wir in der obern Zeile dieſer Colonne die
ahl 4; mithin wiſſen wir alſobald, daß der Diameter ber Leit Röhre 4. Zoll im Lichtenweit ſeyn muß. Es wird mehrerer Deutlichkeit halben nicht undienlich ſeyn, nochein Exempel beyzufuͤgen, welches anweiſet, wie die vorhergehenden Tabellen mitein-ander auf einmal zu 1 8 5 r hätt 11 5 e e 6
§. 14 ir wollen den Fall ſetzen, wir haͤtten einen& und nahe Wie di 5
bey demſelben waͤr eine Machine, 0 8 Waſſer auf 60. Fuß hoch in die Hoͤhe bergehenden 5
riebe, anbey in jeder Minute 200. Pinten herbeyſchaffete, öder, ſo ſie eine noch belen auf einmalgroͤſſere Menge Waſſer ausgaͤbe, ſo ſolten wenigſtens 200. Pinten von dieſem Waſ⸗ 0 85 zu gebrau
er vor einen ſoringenden Waſſer⸗Strahl gewiedmet ſeyn. Geſetzt nun dieſer Waſ⸗⸗ fſer⸗ Strahl ſolte beſtaͤndig fort ſpringen, und darbey auf die hoͤchſte Höhe getriebenloeeden, die er nur erreichen könte. Oo kommen hier drep Fragen zu, Schulden nen.ach, wie groß muß der Diameter der Guß⸗Muͤndung ſeyn? Wie weit muͤſſen dieWaser; Leit⸗Roöhren im Lichten gemacht werden? Und was vor eine Hoͤhe wird
er ſpringende Waſſer⸗Strahl erreichen koͤnnen? Zu erſt ſuchen wir in der erſtenLabelle diejenige Hohe eines ſpringenden Waſſer⸗Strahls, die auf einen 60. Schuhö boch erhabenen Waſſer⸗Behaͤlter oder Sammel ⸗Kaſten zuſtimmet; ſo finden wir vor
ieſelbe 1y. Schuhe 2. Zoll. Alsdann ſuchen wir in der andern Tabelle, wie großder Diameter der Guß⸗Muͤndung am Spring⸗Rohr ſeyn muß, zu welcher in jederMinute 200. Pinten herausſpringen ſoll, und zwar in Anſehung eines Sammel⸗Ka-ens, der 60, Schuh hoch erbauet ſtehet; So finden wir, daß dieſer Diameter ſol-benfalls g. Linen betragen muß. Es kommt hier zwar der Umſtand zu Schulden,naß man in dieſer Tabelle die verlangten 200. Pinten, der Zahl nach ſelbſt nicht an-
Ui maſſen die 8. Linien weite Muͤndung, mit 212. Pinten zuſtimmet; Dieſer kleine
terſchied aber iſt von ſo geringer Wichtigkeit, daß man ſich gar wohl an die Zahl
halten kan, die der begehrten am naͤchſten kommt. Aus der dritten Tabelle erſehenwir nun ferner, daß bey einem ſpringenden Waſſer⸗Strahl, deſſen Guß⸗MuͤndungN. Linien haͤlt, der Sammel ⸗Kaſten aber 60. Schuh hoch erbauet ſtehet, die Leit⸗Roͤh-den im Lichten 5. Zoll weit ſeyn muͤſſen. Weilen nun auf eben dieſer Zeile, die mit
er Höhe von 60. Fuſſen zuſtimmet, keine Guß⸗ Mündung angetroffen wird, die juſtd. 125 betrüge 10 wüſſen wir uns ſolchenfalls mit der Guß⸗Muͤndung von 9. Li-nien befriedigen, und zwar vielmehr mit dieſer als mit der vorhergehenden 7. Linienweiten Gug⸗ Mündung, damit wir eine ſolche Waſſer⸗eitungs⸗Roͤhre erhalten, dielcch ihrer Weite im Lichten eher weiter oder groͤſſer als enger ſey. Auf dieſe Weiſe
bitten wir alſo die drey Fragen, mit Huͤlffe derer vorhergehenden drey Tabellen, aufs
te beantwortet. 5 an-
.„Muͤndungen an denen Spring⸗Roͤhren ſelbſt an⸗ Nach welcherdan p wacht Fuste te Walsen⸗ foͤrmig(eylindriſch) oder Ke⸗ 85.2 ſobepgengeleformig(eoniſch.) Die cpuncriſchen ſeynd die allerſchlimmſten, weilen ſie die ub, n
dhe des ſpoingenden Waſſer⸗ Strahls gar ſchr verrirgeen. Die dergel ſbrmngen enam dnnwelche oben ſo ſpitzig zulauffen, ſeynd zwar nicht ſo mangelhaft, indeſſen aber dennoch.ſdenfals zu verwerfen. Von Mariotte hat hierdon gar diele krperimene ange-1 ck, und unter allen Arten keine gefunden, die beſſere Würckung gethan hätten,diejeni ie ſchlechtweg aus einem 7 e 8de Mie mib enen Era runden Hoche verſehen, ſo im dime, 100 edurchbohret worden, als ſo ſtarck nemlich der ſpringende VJun ſolchenfals dieſes Zlätcgen recht noris ade washri e deeſeder lenel des Sbring⸗Rohrs angeordnet und befeſtiget wird: Es muß klei daſſelbe rechtſpritet und vollkommen horizontal angebracht ſeyn, ſonſt giebt es leine neben aus-deritzende Waſſer⸗Strahle, die den Haupt⸗ Strahl mangeſbalt machen, dahergegenbörſilbe, wofern er anders vollkommen und schön heiſſen ſoll völlg gleichförmig und 0ib ausgang aus der Guß⸗Muͤndung, 5 n dee Gipffel ſchoͤn durchſichtig ſeynß, auch zu oberſt ſich nur ſehr wenig zertheilen bal 8.ind. Hier ohe nie Durchſchnitt einer e ee 955 ich als die beſte err. 1 9 55vollkommenſte beyfuge. AB Cb W 5 aͤuſſern Thei e Guß⸗Nohre, 15 zum 4. Capitul ge;