4 Waſſer⸗ Baukunſt. b Erſtes Buch.
Spaniſche Herr⸗welchem ſie ferner an die Haͤuer de Vendome und de Bourbon gefallen, endlich abet. gekommen der Spaniſchen Macht unterworfen worden. Es waͤre auch wiſſens werth, was fuͤri mancherley Ungluͤcksfälle dieſelbe ausgeſtanden: wie ſie gepluͤndert, zerſtoͤret, aber auchdurch den Heldenmuth und die Standhaftigkeit ihrer Einwohner, aus welchen zu jederZeit die größten Seemaͤnner hervorgekommen, wieder aus dem Staube empor geſte-gen iſt. Aber wir wuͤrden hiermit allzu viel unternehmen, und uber die Graͤnzen un-ſers Vorhabens ſchreiten; daher wir dann alle dieſe Begebenheiten uͤbergehen undDiuͤnkirchen nur in demjenigen blühenden Zuſtande betrachten, worein es unter der Res
gierung Ludwigs des Großen verſetzt worden war.
Einnahme unn 8. Im Jahr 158. als der Herzog de Guiſe, General der franzsſiſchen Kriegs,Sind: Duni volker„die Stadt Calais, welche die Englaͤnder 5 langer Zeit beſaßen, wieder eroschen, im Jahr bert hatte, und da Frankreich auch mit Spanien in Krieg verwickelt war, belagerte der28587 und deren Marſchall de Thermes Duͤnkirchen, und nahm ſie, wenige Tage nach eröffneten Lauf-bu ee mit Sturm ein; worauf dieſe Stadt gepluͤndert und gänzlich verwuͤſtet wuLöng ben Spa, e Nachdem ſie aber? kurze Zeit hernach, wieder in Spanſcchen Beſitz gekomme-nien. war, ruͤhrte den Koͤnig Philipp II. ihr trauriges Schickſal, und er erleichterte den 3— ſigen Einwohnern die Mittel und Wege, ſich aus ihrem Ungluͤcke wieder empor zu ri 5ten. Unter Beguͤnſtigung des im Schloſſe Cambreſis geſchloſſenen Friedens, befee-ſich 1„ nach Zeit von etlichen Jahren, wieder in ſchoͤnerm Anſehen, alsjemals. i
Dieunternehmun⸗ 9. Die betraͤchtlichen Gewinnſte, welche die Duͤnkircher durch ihre Schiſob eder Done ee bewog etliche der anſehnlichſten unter ihnen, ſtarke Schiffe auszuruͤſte 110 97mißlingen durch ſchoſen e ed 1„daß dieſe ſich debate 955 0die Tapferkeit eis ſchloſſen. Sie bewaffneten ihre eſten Schiffe, und bloquirten damit de 5nes daſigen Ein, Duͤnkirchen, um die Ein und Ausfahrt deſſelben zu 1 Der tapfere.aun ame Dünkircher, welcher funf Schiffe unter ſeinem Befehle halte, erſchien bg dene den cal bar, und nate ie chene ou cen bah er, drag alen wasSeemannes; fe⸗ e, und wußte ſeine Sqgchen ſo geſchickt zu achen⸗ 7. ldoch er 1 ſie dagegen thaten, mit ſeiner Beute in den Hafen einlief, auch eigtgefain 1auf 9285 ait ber wieder auslief, um ihrer Handlung aufs neue Abbruch zu thun. ien 0 liche Krie 5fiittelt ante von Ausgange des Sommers mit großem Ruhm zuruck, ae obne döß t 8 dei Holländernden 100 deren age ſehr u c de e g de 110 9 wuwehren. Nachdem end-eteüglich darein jemals gelungen waͤre, ihm das Einlaufen ii.. 5gefuhrten Bran⸗ lich die Hollaͤnder, welche ihn bloquiret hielten, ſahen 5 chi 1 1 a0 fichtN bear 0 5 0 beluden ſie butt te e den 91899 in den Hafen, legtenbrennbaren Sachen; giengen damit. 8 5 War,es recht mitten unter die größten Schiffe, und zündeten es des Nachts an; 1wenigen Minuten ſechs von denen zunachſt liegenden Schiffen verbrannten, vie
aber ſehr beſchaͤdiget wurden. eme 1. er 5 dieſer Zeit an ließen die Duͤnkircher nicht ab, hollaͤndiſche Schiffe auf ders baden dl der, See 55 8 559050 ſie ſich dergeſtalt bereicherten, daß ſie auf ihre eigene Ko
kh lhre Stadt, ſen den Hafen und die Stadt befehtgen„ Werke, die ſie ſowohl von innen aauf ite eigenen von auſſen anlegten, machten ſe für die Holländer dermaßen furchtbar, daß diese 05Kesten ze ſe wer⸗ Arten von Kriegsliſt anwandten, die Feſtung zu überraschen. Da ihnen aber ſolch.den deßhalber as nicht gelingen wollte, ſie auch überdiß ſahen, wie die Duͤnkircher ſich mit denen bohollaͤndiſche Handlung zu Grunde zu richten, ſo beſchloſſen
bermals von den; fändern ais verbanden, um die ö f19 ire bi. Stent große Fluyten mit Steinen und andern zu Ausfuͤllung eines Hafens denſich wegen dem lichen Sachen zu beladen, und ſelbige im Eingange der Haͤfen zu Duͤnkirchen und 9nen ih⸗ſais verſenken zu laſſen. Aber auch dieſer Entſchluß blieb ohne Wirkung, weil ben18 Seadlage Plätze ſich durch gute Anſtalten dawider zu ſichern wußten. Und ſo fuhren die D gihre Feinde unternehmen mochten, immer fort, ſich aolm alle
than hatten, räͤ' kircher, Trotz allem was bre b ſichchen. Unkoſten zu bereichern.„Hieruͤber gerieth endlich der hollaͤndiſche Poͤbel in eine5 Verztweifelung, daß er einen Aufſtand erregte, und dem Magiſtrat zu AmSchuld davon beymaß, ſo daß dieſer im Jahr 1599 ſich genoͤthiget ſah, um die Au lierer zu beſaͤnftigen, ihnen die gefangenen Duͤnkircher, die ſie damals hatten auszulls,ern, von welchen neun und zwanzig der vornehmſten von dieſen Tollkuͤhnen ganwurden; und dieſes aus keiner anderen Urſache, als ihrer Wuth eine Gnüͤge zu thun.Sehr betracht 11. Im Jahr 1627 giengen 30 Kriegs Schiffe bon Duͤnkirchen aus, um nachgehe, dis de im der Nord ⸗ Dee zu ſegeln. Sie waren kaum auf der Rhede, ſo machten ſie eine.g