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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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44 Waſſer⸗Baukunſt. Erſtes Buch.

Tafel V. 131. Da ich von der Lage oder Stellung der Pfannen und Zapfen wie auch vonund VII. vielen andern einzelnen Stücken, nur obenhin geredet, weil ſie im Riſſe auf derANafel zu klein ausgefallen waͤren, und daher nicht deutlich genug haͤtten bemerkt werdeA wie p one kennen ſo habe ich auf der VII. Tafel die erſte Figur beygefuͤget, welche im GroßtlZapfen S känder zeige, wie die bogenfoͤrmigen Rundungen franzoͤſiſch chardonnets genannt) bey 13eingeſezt werden, B, auf der V. Tafel, entworfen werden muͤſſen. Hiervon nun eine vollſtändige Kennzu entwerfen. niß zu geben, ſage ich, daß der Punct(Tafel VII.) den Punct B(Tafel V.) vos,ſtellt, naͤmlich denjenigen, durch welchen die Peripherie des Cirkels, welcher zu Ent,werfung der Schleußenkammer gedienet hat, gehet folglich bedeutet hier die AniQ, einen Theil der Linie Pb einer Seitenmauer. Dieſes vorausgeſetzt, mache maauf der Verlängerung von VO. N einen Modul lang, d. i. ein Zwoͤlftel von delBreite der Schleuße. Hernach errichtet man das Quadrat QR ab, und theilet jeg,liche Seite deſſelben in 7 gleiche Theile, vermittelſt welcher ſich alle Zuͤge, die wir jebl

ſuchen, werden aufreiſſen laſſen.e eirke b

Damit man nun die Lage der Pfannen und Zapfen beſtimme, und diejenigfoͤrmige Vertiefung kent aufreiſſen koͤnne, in welche der feſt ſtehende Zapfenſtänderdes Thores eingeſetzet werden ſoll, ſo mache man die Linie Qk, drey ſolche Theillang. Das dritte, kg, theile man im Punct e in zwey gleiche Theile; und ausdieſem Punct e beſchreibe man einen Cirkel, deſſen halber Diameter einem Theile gleichiſt. Die Peripherie dieſes Cirkels, welche hier punctiert erſcheinet, bezeichnet.Raum, welchen der Zapfen Ständer einnehmen ſoll. Hernach machet man 2einem Theile gleich; man zieht die Perpendicular⸗Linie d, nur; eines Theiles lang/welche der halbe Diameter zum Cirkel wd ſeyn ſoll; man machet Qu vier Theile

lang; und von dem Punct h, bis zum Punct erzieht man die Vertiefung hu.dergeſtalt daß ohngefaͤhr eine Linie(vom Zoll) Spielraum zwichen dem Staubeund der Mauer bleibe. f Nie Linie

Nachdem man die Linie hi mit QR parallel gezogen, ſo macht man d Nik einem Theile gleich. Sodann machet man den kleinen Triangel k 1 m, ſo daßKl und Im, jedes halb ſo lang als ki ſey, und ziehet die Linien Km, m 9Alsdann zieht man durch K, die Linie k u perpendicular auf ai, welches man 0lang als zwey Theile machet; und am Ende von u errichtet man eine andere l

pendicular Linie uc, die ſo lang als 13 Theil iſt. Endlich beſchreibt man ci,

dem Punct o, und mit der Weite ou, einen Cirkel: da, wo deſſen Peripherie 1Kruͤmme rs der kleinen Waſſerleitung im Innern der Seiten⸗Mauer antrifft/ ergiebt ſich die Rundung rxu, welche man an dieſer Stelle haben wollte.

Beweis der obis 132. Weil die Perpendicular⸗Linie Kk die Tiefe der in die Stitenmauer t 0

Regel, weiche zu Einlegung der offen ſtehenden Thorfluͤgel dienenden Vertiefung beſtimmet, ſo 17

Entwerfung der man, daß dieſe Vertiefung bier 5 eines Moduls betraͤgt, d. i. beynahe den liche

Vertiefungen für zehenten Theil der ganzen Breite der Schleuße: den X e oder 1, wel i

die Thor? Flügel 30 Zoll fuͤr jegliche Vertiefung, an einer Schleuße von 42 Fuß breit giebt. 0

gegeben worden. ſes iſt alſo demjenigen gemaͤß, was wir, wegen der großen Schleußen zum Siweſen, oben vorgeſchrieben haben. ö

Wenn man weiß, daß in den Thorfluͤgeln Schieber oder Thuͤrlein angebracßwerden ſollen, ſo muß man ſich wohl vorſehen, daß die bemeldete Vertiefung 9 diegenug ſey, ſie vollig einzunehmen, damit ſie nicht, wann ſie offen ſtehen„an ſichMauer anſpringen und die Durchfahrt enger machen. Dieſer Fehler befand ean der Schleuße zu Mardyck, wo die groͤßere Durchfahrt, welche 44 Fußwar, ſo oft die Thore offen ſtanden, nur 42 Fuß 8 Zoll betrug.

Diß ſind alſo die ſchicklichſten Proportionen fuͤr die bemeldeten Theile 99Schleußen; und ob ſie gleich nur gering ſcheinen mochten, ſo ſind ſie doch ip aßThat wichtig: denn wann es zum Bau kommt, und man hat nicht alle Magenau uͤberleget, ſo kann man leichtlich ſehr große Fehler machen, die ſchwer her-verbeſſern ſind, und welche in dieſem, wie in andern Fallen, von nichts anderm her-ruͤhren, als daß man gewiſſe kleine Dinge nicht genugſam erwogen hat welche leinnach, weil ſie mit dem uͤbrigen nicht in gehoͤriger Proportion ſtehen, nich nö ndern ·

ein übles Anſehen machen, ſondern auch die Maſchinen in ihrer Wuͤrkung hi133. Dam

lich U