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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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n e Waſſer⸗Baufunſt. Erſtes Buch.

Tafel VII. einem Worte„die Wirkungen des Waſſers haben bey Werken von dieſer Art ſo

Fig. 2. ſchlimme Folgen, daß man ihnen nicht ſorgfaͤltig genug vorbauen kann. Und eben 90

es haben wir bey dem gegenwaͤrtigen Buche zur Abſicht gehabt, vornehmlich beyhandlung des Schleußenbaues. Ueberdieß erwaͤge man auch, daß es nicht nurFeſtigkeit der Schleußenmauern noͤthig iſt, ſie von gewiſſer Dicke zu machen;daß man auch bey dieſer Dicke die mancherley Arbeit, welche oben auf der Plaͤne delSchleußenmauern vorgenommen wird, in Betracht ziehen muß, ſonderlich, was an“langt das Auf und Zuthun der Thore; wie wir ſolches am gehoͤrigen Orte mit meh“rerm zeigen werden. n. ö ö

Sweyter Kbſchnitt.Von dem Drucke des Waſſers wider die vorſpringenden8 Schleußenthore. a 5

Tafel VII. K N m wohl zu unterſuchen, auf welcherley Weise der Druck des Waſſers auf dis1 J“vorſpringenden Thore einer Schleuße geſchieht, ſo wie der Winkel, welchen— 5 ſie machen, mehr oder weniger ſtumpf iſt, wollen wir zuerſt ſetzen, es.dieſer Winkel ein rechter Winkel, d. i. von 90 Graden, wie hier AB i5 um welchen ein halber Cirkel beſchrieben iſt, deſſen Diameter 4 die Bre,der Schleuße andeutet, und der Radius D B den Vorſprung der Unterſchwelle; we

8 N ches der groͤßte iſt, welchen man ihm fuͤglich geben kann.

Weise, wie der ruck 15z. Weil der Winkel, den dieſe Thore machen, ſtumpf ſeyn koͤnnte, ſo wenty eine

des Waſſers auf die ſie, weil ſie ſodann weniger Breite haben, weniger belaſtet ſeyn: denn, bey einen gvorſoringenden Tho Höhe des Waſſers, verhalten ſich die Drucke gegen einander, wie die Grundftaceſ

re einer Schleuße der Wande, Loder Flachen) welche das Waſſer aushalten. Alſo drücken dene

ausgedruͤckt werden 0 ̃ f löhgkann. f Grundflaͤchen das Gewicht des Waſſers aus; und weil dieſes nach Richtungen,,auf den Breiten A B, B Oe perpendicular ſtehen/ wirket(141.) ſo kann man aneh,men, als waͤre deſſen Druck in den Mittelpuncten G, II, der Kraͤfte zuſammeng, 5bracht, und die Diagonal⸗Linien k, EP. der Quadrate ak E, DBEO aueh,men, um ihn auszudrucken, und dieſes um ſo viel mehr, da ſie laͤnger oder kurwerden, nach der Maaße, wie die Thore mehr oder weniger breit ſind; und die Ka,te FPO, EP werden uns dienen, die Action des Waſſers, von allen beliebigen 15ten her, in Anſehung der Ruhepuncte(oder Stuͤtzungspuncte) zu erwaͤgen, ohne 1bey auf die Unterſchwelle Betracht zu nehmen, ſondern blaß auf den Halt, welchedie Thorfluͤgel, wo ſie zuſammenſtoßen, einander geben koͤnnen.daß

Es iſt z. E. aus der Eigenſchalt des Parallelogrammes der Kraͤfte bekannt,.die Kraͤfte, welche man durch die Seiten EB, L. C ausdrückt, ud nach Rictungen, wie hier auf die Flache BC wirken, auf die Stuͤtzungspuncte und O: 5einander eine gleichgroße Wirkung, wie die von eben denſelben Stuͤtzungspuncheauszuhaltende EB allein, thun werden denn wenn man die Quadrate HI, H fichſo reduciren ſich die, in Anſehung der Flache Os ſchiefen Krafte EB, E, bloß andie geradezu gehenden Kraͤfte IB, K C; welches daraus klar iſt, weil jegliche der ierſtern ſo groß iſt, als die Haͤlfte der ganzen EP. f bDie Laſt, welche die 154. Wenn man, in Anſehung des Thorfluͤgels AB auf gleiche Weiſe ſchlieſt fden de ee do rgicbt ſch, daß de Kae kh do waldi gie groß bee an gedes Waſſerg wache entgegen ſtehen, ſſch aufheben, und daß nur die ſwo andern k und E bleiben naczuhalten haben, ist dieſe druͤcken die Laſt aus, welche die Stuͤtzungspuncte A und C tragen, indem ie 940eben ſo groß, als ob denen mit der Breite A0 der Schleuße perpendicularen Richtungen gedruͤckt werdeeuere zur Juge ed cel der dunn des Wasser auf die Thorfſügel K B: BC, wird alſo ſep edel,Falhare deweſches ſie die Stügungspuncke nicht ſarker drücken werden, ale ſie gedrückt werden Wees95 int oe dannn gent hel bieden e 11 ausgehalten wurde: Gt, welhorfluͤgel vertraͤte.„ weil die Linien FA 7 Je i 0 i 5 g 5 ö i5 die Laſt des Waſſers ausdruͤckt. 5 ee 5 t 5 f

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