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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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1 8 Sechſtes Capitel. Von dem Bau der Schleußen. 37

dh mit waikteuge, gemeiniglich auf Koſten des Bau⸗ Unternehmers gehalten werden, zu Aus ſchoͤpfung

10 b gedacht chem der Accord darnach geſchloſſen iſt, ſo darf er den Platz zur Stellung des ie 2840

i den Ing Maſchinen nicht anders als mit Zuziehung und Gutbefinden des dirigiren⸗ Age 5 1 105Shleucenieurs ausſuchen, damit ſolche nicht, bey Anlegung des Vorbodens der dicht des Bau Un-

79 gener g Hinderniß und Aufenthalt verurſachen. Hiernaͤchſt iſt es auch des In, ternehmers, ankom-

90 Nleemaß erk, die Goſſen oder Abzuͤge zum Ablaufe des Waſſers abzuſtecken; men.

da ni en er beſſer als irgend jemand einſehen muß, wie wichtig es iſt zu hindern,

11 qu be das Waſſer ſeinen Lauf unter der Grundlegung hin ſuche; auch nicht

f demieetten, daß irgendwo Erde ausgehoben oder aufgeſchüttet werde, wodurch

„ Geundte Abzuͤge oder Goſſen verſetzet und verſtopfet werden, ſo lange bis dere doden fais geleget, und die Vorboͤden der Schleuße in fertigen Stand geſetzt

90 us, 5. Um allem, was die Hurtigkeit der Arbeit, in Anſehung des Ausſchoͤp⸗Behutſamkeit, die

burh hindern und halten koͤ ub ß der Bau- 1 ſichman anzuwenden10 ind aufhalten koͤnnte, vorzubauen, muß der Bau⸗ nternehmer ſich N99 a b machen, Maſchinen in Vorrath zu haben, um diejenigen ſogleich dadurch e% ſurdern en welche, wann ſie untauglich werden, allzu viel Zeit zum Ausbeſſern er⸗terbrochen nach ein-

ander fortgehe.

nem a wuͤrden, gleichwie er auch anheiſchig zu machen iſt, eine Schmiede mit ei-

n fühlten Meiſter zu halten, um die kleinen Maͤngel und Schaͤden, welche

Oo i 10 Maſchinen entſtehen, auf der Stelle zu verbeſſern und zurecht zu machen.

10 110 die Syauch von großer Wichtigkeit, nicht zu dulden, daß der Bau- Unterneh-

1 e dau aſchinen, aus bloßer Sparſamkeit, und unter dem Vorwandte, es ſeyn

110 iſchon ſo weit gediehen, daß ſie nicht mehr vom Waſſer zu leiden brau-

5 Shlaghwegnehmen duͤrfe, ſo lange bis die Vorboͤden voͤllig fertig, auch die

10 üthore geſetzt und gangbar gemacht worden ſind..

1. ben Me, Wenn man Urſache zu fuͤrchten hat, man werde von einem heftig fluthen⸗Noͤthige Vorſichtig-

90 Züculſchen oder auch von auſſerordentlich vielem Quellwaſſer Unbequemlichkeiten keit, wann am Meeren

g 8 i gebauet wird, da-0 me aben, ſo muß man in voraus die Werkſtuͤcke zu den Mauern, und alles mit man ſich die1 fl lan un und beſchlagen laſſen, ſo daß man ſelbige nur noch an Ort und gute Wittelung zuae

tum/ h aſſen duͤrfe, damit man, mit einer Arbeit, welche vorlaͤufig geſchehen Nutz mache.b Rlht ichach nicht eine koſtbare Zeit verliere, deren Werth man faſt niemals eher 5

0 ele 0 wann uns die Nothwendigkeit treibt, auch die kleinſten Augenblicke zumin Vicheuwenden. Wie oft iſts nicht geſchehen, daß man Werke von der groͤß⸗ ö1 Genet hat fehlſchlagen ſehen, bloß weil man dabey allzuſehr hat eilen muͤſ⸗ g ö

0 190 ec ic zniglich erſt nach einer ungluͤcklichen Erfahrung lernet man vorſichtig ſeyn;

i 0 lan! etwas ſehr gefaͤhrliches, den Staat eine ſolche Erfahrung theuer bezahlen

„ dutgange anstatt daß man durch vorſichtiges Nachdenken alles, was zum gluͤcklichen 6

l ung bri der uns aufgetragenen Arbeit gehoͤrte, haͤtte wahrnehmen und in Auruͤ-

10 ingen koͤnnen.

0 ö oft 10 Damit man bey Fuͤhrung eines Baues ſtets eine gute Ordnung halte, und Regel zu Beobach⸗ 0

l ge Jug 5 man will, den wahren Zuſtand deſſelben wiſſen moͤge, muß der daruͤber ges Hebnung in Füh-

10 dheſetgungieur ein taͤgliches Regiſter uͤber alle verbrauchte Materialien, und was zu rung eines Baues, ö0 6 neue derſelben gehoͤret, halten, vornehmlich uͤber diejenigen, welche oͤfters in An ſehung der ö1 0 bon 5 eckt werden muͤſſen. Ein jedwedes Blatt dieſes Regiſters muß alle Wo vorläufigen Aus⸗ 5

h% Ac best neldetem Ingenieur, ſowohl als dem Uebernehmer des Vaues, nachge⸗ meſſung deſſelben.

8 4 fen dab tiger und unterſchrieben werden, damit man jederzeit im Stande ſey, die

1 0 ſegliche 1 zu berechnen und richtig zu uͤberſehen. Wobey zu bemerken, daß

„% dit word Gattung von Bau⸗ Materialien, ſowohl als die Stellen, wo ſie ange⸗ ö„ d Oberen ſind, richtig unterſchieden werden. Und hieruͤber muß auch der dirigi⸗ N0 Ingenieur ſeinerſeits genaue Obſicht tragen.

8 ſandig, Man uͤberlaſſe die Arbeit an einem Baue allezeit nur einem der Sache Anmerkung wegen90 wt r ſch une uchmer, und der im Stande iſt, einen ſtarken Vorſchuß zu thun, der Wahl der Bau-

0 kgwie es fu it allem, was zur Beſchleunigung des Baues dienet, zu rechter Zeit, 929 7 838 ii, Thel angefg eutzen geſchehen mag, verſorgen koͤnne, und er ſelbigen, wann er Baues geſchwind1 n öͤge augen iſt, ununterbrochen fortzuſetzen im Stande ſey, auch alles vorher⸗ zu foͤrdern. 4utdtnehmer was den Bau aufhalten konnte. Daher man dann mit einem Bau⸗ ü—„ al i nicht behot e wachſam und hurtig zu Ausführung deſſen, was ihm anbefohlen ö10 welchen webutſam genug umgehen kann. Iſt man ſo gluͤcklich einen zu finden, e10 eo zweptenn ſich verlaſſen kann, ſo thaͤte man ſich und dem Baue den groͤßten 10 Veen Theils, Iweyte Ausgabe. K Schaden, ä