20 Waſſer⸗ Baukunſt. Erſtes Buch.
Tafel XXIV. Anlangend das Thuͤrlein Q ſo dienet es, gleich dem andern K, dem ToeEig. 1. und 2. Laſt zu erleichtern, indem man das uͤberflußige Waſſer im Canal, zur Zeit det 10
abfließen laͤßt, ohne daß man die ganze Schleuße oͤffnen duͤrfe. Ein glei,
auch geſchehen, um die Laſt an der Seite ML zu mindern, indem man das Sentweder ganz oder zum Theil aufſchiebt, wenn etwa der Ruͤckhalter ſeine Dien, 5 500%thun könnte, oder auch, wenn man ihn gaͤnzlich weglaſſen wollte. Solchenſa ohman den Drehſtaͤnder L recht in die Mitte des Thors ſetzen, und, ſo wie es deadwendigkeit erfordert, durch Oeffnung und Verſchlieſſung bald des einen bald des“Thuͤrleins, der einen oder der andern Seite des Thors mehr Laſt geben. g
Man verwahrt der, 276. Eine ſolche Schleuße wohl zu verwahren, iſt es ſehr noͤthig, wider N all.8 8 57 5 brechen des Meeres, ein Thor nach dieſer Seite(Fluththor genannt) zu habe 10%des Meeres durch dem Drehthore die Laſt erleichtert werde, und in die dazwiſchen liegende Kamm 10 Dbein Fluth⸗Thor. in den Canal, nur die erforderliche Hoͤhe des Waſſers gelaſſen werden konne, u glbſes vermittelſt der Aufſchiebe⸗ Thuͤrlein 2, welche oberhalb dem zweyten Nicg aahevon unten an, angebracht ſind. Daß aber auch nach der Landſeite zu no male gres Thor noͤthig waͤre, halte ich nicht dafur, es muͤßte denn ſeyn, um das Ca Al.ſer, zur ordentlichen Schiffahrt„in einer gnugſamen Hoͤhe zu erhalten, ſo oft g
legen daͤrfte. Endlich bemerke man, daß die Aufſchieb⸗Thürlein Van dieſe Jg 5uͤber dem unterſten Riegelholze angebracht ſind, damit, wenn man dem Canale 1%einen Abfluß geben will, das unterſte Waſſer, welches jederzeit das truͤbſte iſt /eSchlamm zu ſeten, ablaufen könne; welches bey den Thürlein 2 am Floh acheganz anders iſt. Die Nutzbarkeit dieſer Anmerkungen werden diejenigen wohl en
welche ſich in die Sache zu finden wiſſen. 1
Achtes Bapitel.Umſtaͤndliche Beſchreibung alles deſſen, was zum Zimmerwelder Schleußenboͤden gehoͤret. 1
. 1 000 bringe dieſes Capitel als eines der wichtigſten in dieſem Werke be hel
deſto mehr Klarheit zu geben, habe ich es ebenfalls in Abſchnitte füll,damit ich eine jede Materie nach ihrer gehoͤrigen Ausſicht vorzeige lbige 10%) Ein gleiches werde ich in den folgenden Capiteln thun, wenn fel ch! 1wiſſer umſtaͤndlicher Erlaͤuterungen und Niſſe nöthig haben: denne 1
N muͤhe mich auf alle moͤgliche Weiſe, denen, welche ſich angehſchegN laſſen, das Hauptwerk alles deſſen was ſie ſehen, wohl zu verſtehen, den! ch.von der Theorie zur Praxis unmerklich zu machen. Auf ſolehe Weiſe werden ne 71
nen, welche es in der Sache weit gebracht und ſich Ehre erworben haben, S alegleich thun koͤnnen, und nicht noͤthig haben, in ihrem ganzen Leben nur n ſie 100lernen, deren Werth bloß in der Wichtigkeit ihres Zweckes beſteht; und wen 0 1Zeit wohl eintheilen, ſo werden ſie ſich andere Kenntniſſe, die zu ihrer Pro 5 9ren, erwerben koͤnnen, wofern ſie ſolche mit Ehren treiben wollen. ö
Erſter Kbſchnitt.
Wie die Spundpfaͤhle bey dem Bau der Schleußen wohl. Nanzuwenden ſind.
Welches das beſte 277.Holz fuͤr die Spund-pfahle iſt. Anmer-kungen, daß es un-
1 Spuniſt keineswegs gleichguͤltig, ob man allerley Holz zu den G 10%Y len nehme. Weil ſelbige gemeiniglich nur 4 bis 5 Jol 1%Nes dick ſind, ſo muͤſſen ſie den Schlagen der Ramme Won at 10nütz ist ſie ſo die bbnnen und diese hat ein Gewicht von fünf bis ſechs dien nals bir Grundpfähl den, damit ſie in einem etwas feſten Erdboden eingetrie Taneinzuſchlagen. koͤnnen. Das beſte Holz hierzu iſt das vom Ulmenbaume oder von roch f
denn das eſchene Holz ſpaltet ſich leichtlich; die weiße Tanne iſt gar zu w ze
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8 5..beſſerungen geſchehen maͤſſen, damit man alsdann nicht erſt Verdaͤmmungen dat N
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