65. Waſſer⸗Baukunſt. Erſtes Buch.
8 zumeldas Gutbefinden des Zimmermeiſters ankommen, welcher ihre Groͤße beſtin d 1Wobey aber vorausgeſetzet wird, daß die Bau⸗ Unternehmer einen ehrlicher ferfahrnen Mann ſuchen: und hierzu ſoll der Ober⸗Ingenieur ſie noͤthigen am 105drigenfalls ſoll er ſelbſt einen ſuchen. Jedoch ſoll beſagter Zünmermeiſteg pouch fauf den Nutzen der Bau⸗ Unternehmer zu ſehen befugt ſeyn, wenn naͤmli„Arbeit als die Materialien gut und tuͤchtig ſind. ö f
. 1 aUeberall, wo in den Zimmerſtuͤcken ein Zapfen nahe bey einem ah wach
chen noͤthig iſt, ſollen doppelte Zapfen oder doppelte Zapfenloͤcher gemamit nicht das Holz zu ſehr eingeſchnitten und geſchwaͤchet werde.. XXXIII. 6 werdeAlle Zapfen ſollen mit einer Verzahnung in ihre Zapfenloͤcher gefbachhu, 150daß ſie einander am oberſten und unterſten Ende, und an den Seiten be 0 10damit der Halt der Zuſammenfügung deſto feſter und dauerhafter ſet⸗ ollen 115Zapfenloͤcher an ihrem Boden eben ſo breit ſeyn, als oben; und eben 1 ung 0 NZapfen oben und unten einerley Dicke haben: dergeſtalt, daß die Oeff 50 Nl 00fenloches gerade ſo weit ſey, als ſie vom Zapfen ausgefuͤllet werden 1 infleißig gearbeitet ſeyn, und mit Naͤgeln von trockenem Eichenholze, au)mer Anzahl genagelt werden. f
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„„ 4 1Alles Bauholz uͤberhaupt muß tuͤchtig und Kaufmannsgut n 0 a öbrauch, welcher hierbey in Paris beobachtet wird, muß richtig be Aldaß kein Stuͤck verarbeitet werde, welches anbruͤchig oder voll fauleauch kein Eichenholz, woran der Splint abgeſtorben iſt.
e 0XXXV. 8 31Die Unternehmer haben dahin zu ſehen, daß keine einzige Bohle ſch Spun 1 Wdaß alles Holz zu den vier Thorfluͤgeln aͤcht und gut ſey, d. i. ohne, W.
andere Maͤngel. Ein gleiches verſteht ſich von dem Holz zur BreuWerke am allermeiſten ausſtehen muͤſſen.
Mauerwerk.
5 NUB ghNachdem die Spundpfähle eingeſenket, und die Erde ſo tief als 15 1 b
ben worden, ſoll das Mauerwerk in den Tiefen dazwiſchen ancoraan den erſten Roſt aufgeführet werden; naͤmlich, wofern ſich ſolchechen laſſen, widrigenfalls nicht.(241.)
XXXVII. e def. 1Nachdem dieſes Mauerwerk ſolchergeſtalt aufgefuͤhret, und 0 ma amerwerk darauf geleget iſt, ſoll man die leeren Raͤume, oder Fel mit Mageg; 10Backſteinen ausllen, welche, wie hernach erklaͤret werden wird ehen kon dez 0 ögoſſen werden, und in wagerechter Hoͤhe mit den Querbalken zu ö run g
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e5zwar ſo, daß die erſte Schicht aus Moͤrtel, der uͤber den Voden fem Maugoſſen wird, beſtehe. Ein gleiches iſt auch allerwegen beythun.(242.)XVXXVII. und/ 0Wenn nun die Zwiſchenraͤume des erſten Roſts ausgemauet delnach der Maaße, wie die Bohlen des erſten Bodens gelegte. Hdvon Moͤrtel, etliche Linien hoͤher, als die Querbalken aufgleß epreſſe, Hohldie Bohlen feſtgemachet werden, ſo daß der Moͤrtel, indem er inter den“ee durchdringe und ſpritze, damit nicht das mindeſte uin