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44 Waſſer⸗Baukunſt. Viertes Buch. Achtes Capitel.
öauch aufgezogen wuͤrde, hinzu kaͤme, ſo ſtiege das Waſſer in der Kamme obige14 Fuß hoch; und dann duͤrfte man aus dem Canal von Ypern nur noch e Hollfahr o Fuß hoch Waſſer ziehen, um das Waſſer in der Kammer in glei n den,zontal⸗Hoͤhe G HC D zu ſetzen: folglich verthaͤte man nur ein Dritthel 105 dieseswelches der Fall erfordert, wie ich ſolches ſchon vorhin geſaget habe. wird.hat er gluͤcklich ins Werk gerichtet, wie man aus dem folgenden erkennen Ful,Ich merke hierbey noch an, daß ich, im Durchfahren durch dieſen Schleuß eambeobachtet habe, daß nicht mehr als acht Minuten erfordert wurden, diemit Waſſer anzufuͤllen, und aus dem untern Canal in den obern zu kommen.
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Betrachtet man die 2 Figur, welche ein Profil nach dem Durchſchnig gggBreite A B des Grundriſſes iſt, und durch die Waſſerleitungen der zen ſotdenWaſſerbehaͤlter geht, welche letzteren aber, weil ſie allzu vielen Raum 15haͤtten, hier nicht mit angezeiget ſind: ſo ſieht man, wie dieſe Waſſerſe 1deren jegliche zwey Schutzbreter L hat, unter den Daͤmmen hingehen und ac Gaul
Abzuͤge(Thuͤrlein) V treffen, vermittelſt deren man das Waſſer aus dem obern
und zugleich auch aus den beyden Waſſerbehaͤltern zieht.
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relWenn man es aus dem Canal ziehen will, ſo laͤßt man das Schu, a0(Fig. 4.) nieder, und zieht das andere K auf: ſogleich tritt das Waſſer aden 0Canal von Ypern durch das erſte Thürlein 1 hinein, und durch das aner dehinaus, nachdem das Thor J verſchloſſen worden. Wann nun die Kahles uWaſſers iſt, ſo laͤßt man das hinab gehende Fahrzeug hinein; alsdann ſchůaehe dedas erſte Schutzbret K, und oͤffnet das zweyte L, um ein Dritthel der 2 NiWaſſers in den Behaͤlter fließen zu laſſen; wobey zu bemerken, daß weil geen 0deſſelben ſechsmal ſo viel, als der Raum der Kammer zwiſchen den Th als dieSchleußen X, J, betraͤgt, das Waſſer nur den ſechſten Theil ſo hoch hoch 1
erſt ſtand, in dieſen Behaͤlter tritt, naͤmlich 1 Fuß 4 Zoll hoch, als wie daSchutzbreter L. es halten; und dieſe ſind um deßwillen verdoppelt worden e eiltder Waſſerbehaͤlter deſto beſſer Waſſer hielte, wie auch, damit im Nothf' 0
die Stelle der andern vertreten koͤnnte. f
a. 3 en, 19Anlangend die untere Waſſerleitung und ihren Behaͤlter, ſo ſind ſie 1 0gen voͤllig ähnlich: es wird alſo das Waſſer auf eben dieſelbe ei age deweßwegen ich mich nicht dabey aufhalte, da ich ſchon ohnedieß genug 90er 710dieſen Schleußen⸗ Fall zu beurteilen, welcher, weil er andern Baumene geweſean Oertern, wo weniges Waſſer war, Canale angeleget, nicht bekan, kögleihnen keinen Begriff, um ein gleiches Huͤlfsmittel anzuwenden, hat ge ſche NGleichwohl verdienet er in Erwaͤgung gezogen zu werden, denn auf ſolc) h b
wird ein Canal faͤhig, mit einer gewiſſen Quantität Waſſers dremal cheFahrzeuge zu foͤrdern, als man ihrer ſonſt, nach der gemeinen
auf und abwaͤrts gehen laſſen koͤnnte. Uebrigens laͤßt ſich dieſe denten
wandten Umſtaͤnden leichtlich in etwas veraͤndern; gnug daß i kt/hier ein Beyſpiel gegeben, wie man, wenn es die Nothwendigkeit erfotdeden gemeinen Regeln abgehen koͤnne. i f Nden dale
Man muß ſorg⸗ 1138. Zum Beſchluſſe dieſes Capitels wird es, glaube ich, nicht Un 900%gen wird/ 0
ältig darauf ſehen, zu ſagen, daß man, bevor der Bau der Schleußen⸗Faͤlle angefan ausg. nde,05 e Canal an den tiefſten Stellen ſeines Bodens, gegen die Muͤndungen deſserſpahre Gnicht eher lege, als damit das Waſſer einen Ablauf bekomme, auch das viele Ausſchoͤpfen 15
bis die teſſten Stel. Aus dieſer Urſache machet man zuweilen längst in der Mitte des Eanalcde Gr
nlen des Canals aus⸗. f i j Hifi eh tief als der Weeben oder Waſſerlauf, welcher ein wenig abſchuͤßig, und ſo tief a unten an! ba 9
be.
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gegraben ſind da⸗ nächſten gemauerten Werken iſt: alsdann b on 0mit der Ablauf des 19 f: alsdann bauet man dieſelben von„ eertig wird, B.Waſſers erleichtert Vertheilungs⸗Puncte hinauf, damit, nach der Maße wie ein Stück 10 5 ch vom 90
werde.
allerley anderer Werke: und auf ſolche Weiſe bringt man es dur
ſolchenfalls muß man an jeglicher Stelle eben daſſelbe, was ich ſetzohaupt geſaget, in Acht nehmen.
be den folgenden Vortheile verſchaffen koͤnne. Eben dieſes verſteht 1170 5
merkſamkeit, alles nur in den vortheilhafteſten Umſtanden zu chu aan hätte l.vielerley Unkoſten erſpahret, welche ſonſt oftmals auf Arbeit, deren aon, als könnſeyn koͤnnen, vergebens gewandt werden. Ich will hiermit nicht ſagen en; cheeinen Canal, um ihn eher zu fertigen, nicht an etlichen Stellen zug