Vom Baue der Dreh- Bruͤcken.e0 ird e dier ni. 15 0 beſchrieben e und dieſerwe-
uc Niewohl ich hier keinen Grundriß von dieſer Brucke gebe, ſo wird man doch
Unterſuchung der Figuren o und; leichtlich einſehen„daß ſie aus dreyen 30b Jungen Haupt- Bruͤckbaͤumen 1. beſteht, welche vermittelſt einer Widerlage, ei-57 orderfluͤgels und etlicher Riegelſtuͤcke zuſammengefuͤget ſind, und daß ſie, inir Länge D E, mit doppelten eichenen Bohlen beleget iſt, weiche die Erhoͤhung auf
90N0lle
el 0** e. 4———15 Fuß breiten Voden machen. Das übrige Stück O k, welches den auf⸗ undU
f agenden Theil( Fluͤgel) ausmachet/ leget ſich, wann die Ueberfahrt geöffnet iſt,ſha einen andern feſt liegenden Boden„welcher die Hoͤhle A B des auf⸗ und zu-auf denden Theiles bedeckt; wie ſolches leicht abzuſehen iſt. Die Bruͤcke beweget ſich00 n Zapfen D, J einer eiſernen Axe, welche quer uͤberhin liegt, und in diejenigenne Mauern eingelaſſen iſt, welche die Seiten der, mit dem auf ⸗ und zuſchlagenden
Boden parallelen Hoͤhle formiren; und dieſer Fluͤgel iſt leichter als der gebohlte doppelte
D E, welchen man auf folgende Weiſe auf und niederlaͤßt.
Gendae erſte daran iſt ein eiſerner Windebalken G, in Geſtalt eines ausgezacktenihnten
) Bogens, deſſen Mittelpunet der Mittelpunct der Axe D, und der innere N
00 uus die Weite D G iſt. Dieſer Windebalken iſt bey M, vermittelſt des Fußes L.,
Das es Bandes N, an einen der außerſten Haupt⸗Bruͤckbaͤume feſt angemacht.
des E ipebte iſt ein Getriebe F, deſſen Axe, welche zugleich die Are des eiſernen Ra-
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eme t dieſes Getriebe liegt auf den Geſtellen I und l, wovon das erſte in dasaber mer der neben anliegenden Vorderſeite mit Bley eingegoſſen iſt, das zweyte Jtz an den gebohlten Boden„welcher die Hoͤhle bedecket, aufs feſteſte angemacht(eneble ſolches aus der 5. Figur deutlich zu erſehen iſt. Die. el ſtellet dieſufg 5 Gelaͤnder IK an der Bruͤcke vor. Anlangend die Art und Weiſe, wie ſiegn hoben wird, ſo ſieht man, daß, weil das Gekriebe in den eiſernen Windebalkenden aft, ſobald man einen von den Handgriffen H drücket„und dadurch das Radfaglch Ainken nach der Rechten drehet, das Getriebe ſodann den Windebalken G,barg auch den auf- und zuſchlagenden Fluͤgel k, abwaͤrts gehend machet, ſoich is der doppelt gebohlte Boden D E ſenkrecht zu ſtehen kommt: und dieſes ge-Am wann der Staͤnder K, uͤber 1515 Kopf der Windebalken hinglitſchet, an den
der ihm zum Fuße dienet, antrifft.
„ Sbweyter Rbſchnitt.Von den gemauerten Bruͤcken mit vier Aermen oder Widerlagen,. fuͤr ſchiffbare Canaͤle..
bemerkenswuͤrdigſten iſt bewerkſtellgget worden, zum Beyſpiele amu-7 fuͤhren: ſo bringe ich hier die Riſſe zu einer ſteinernen Bruͤcke bey,2 welche, weil ſie ganz ſonderbar gebauet, und, der BequemlichkeitWeite a nach, die einzige in ihrer Art iſt, mehr als irgend eine in dieſem18 Inen Platz verdienet. Man wird zugleich daraus ſehen, wie hoch es in
Ob Tagen die bey den Bruͤcken und Fahrdaͤmmen beſtallten Ingenieurs,„unterehr wic Aufſicht eines Miniſters gebracht, welcher jetzt dieſes fuͤr einen Staat ſol Fry ichtige epartement unter ſich hat. Und in der That ſind die Land⸗Straßenbi dankreich noch niemals in ſo gutem Stande, als jetzt, unterhalten worden;les, un auch die Auslaͤnder dieſelben bewundern, und bekennen„daß wir hierinnender len man in Europa ſieht, uͤbertreffen, auch ſogar die praͤchtigen Heer⸗Straßenwelche d Romer„ſonderlich in Anſehung der Sicherheit, die ihnen das würdige Corps,
Anu unterhalten wird, verſchaffet.
und bg Dieſe berühmte Brücke ſteht an der Stelle, wo die Canaͤle von CalaisOer on Ar f 0
„. Duet ſich durchkreuzen, und in dem neuen Wege von Calais nach St.Durch ihre ſinnreiche Anlage vereiniget ſie in einem einzigen Puncte die
aobrücke auf der LI. Kupfertafel, und in vielen andern Faͤllen, die nicht zu den balken, zumczebrau-been gehören, als zu Verſchlleßung des Einganges in ein Schloß oder einer Cita⸗ che ſchiffbarer Ca-
End wie ich dergleichen ſelbſt geſehen habe: denn es iſt dieſe Mechanik keine neue ne.
Weil meine Abſicht dahin geht, alles, was in der Waſſer⸗ Baukunſt am
it vier Aermen,
Tafel LVI.
Lage der Bruͤcke