Von den ſteinernen Bruͤcken. 15
fit In waͤhrender Zeit, da die erſten Schichten der Pfeiler und Widerlagen aufge-Dt werden, leget man rings herum Verpfaͤhlungen an, welche zu noch beſſereralte wahrung und Erhaltung des Fußes ungemein dienlich ſind. Es wird naͤmlichA Reihe Grundpfaͤhle 1K L MN,(Fig. 3. und 4.) vier Fuß weit außen vor dennaderſteinen, und jeglicher 3 Fuß weit, aus Mittel in Mittel, von einander, ein-ſrammet: ſie bekommen eben dieſelbe Laͤnge und Dicke wie die am Umfange derdcr; ein jeglicher wird mit einer eiſernen Spitze, welche vier Fluͤgel hat und 20clan, wiegt, beſchuhet, und alle werden ſo tief eingerammet, daß ſie bis an diemele Flaͤche der zweyten Schicht von unten hervorſtehen. Dieſe Grundpfaͤhle ſaͤget0 oben in gleicher Hoͤhe ab und ſchneidet Japfen daran um einen Zug 1s bis 126 dicker Kronhoͤlzer darauf zu legen(Eig. 5. und 6.) Ein jegliches wird mitHihwalden⸗ Schwänzen ins andere eingeſchnitten und mit eiſernen, am Ende mitgealen verſehenen Baͤndern befeſtiget, und dieſe Haaken werden in das Holz ein-8 aſſen. Inwendig ſchlaͤgt man rings herum Spundpfaͤhle XX ein welche zwoͤlfdaß lang und vier Zoll dick ſind. a f 28b„Dieſen Verpfaͤhlungen noch mehr Staͤrke zu geben, ſo daß ſie nicht von dendieter und Widerlagen abweichen koͤnnen, verbindet man ſie mit 13 Zoll dickendannen Ankern V 2, welche am Ende* umgebogen ſind, damit ſie das unterlie-de Kronholz anhaaken; und das andere Ende Z muß lang genug ſeyn, damit96 0 die aͤußern Quaderſteine des Pfeilers oder der Widerlage vermittelſt einesdheakens in Bley gegoſſen werden kaun; oder man verſieht auch dieſes Ende miten koche, damit ein Quer- Eiſen durchgeſteckt werden kann. N
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den Wann dieſe Verpfaͤhlungen fertig ſind, ſo reiniget man den Boden bis unterBoden des Pfeilers; hernach fuͤlet man den leeren Raum mit gutem Mauerwerkehoh Hoßen Feld⸗ oder Bruch⸗ Steinen in Kalk und Cement bis unten an das Kron-aus. Dieſes Gemaͤuer bedecket man oben mit wohl bearbeiteten ſteinernen Plat-ö bon eren jegliche ſo lang iſt, daß ſie die ganze Breite zwiſchen der Verpfaͤhlung,kl gasronholze an bis an den Pfeiler einnimmt. Alle dieſe Platten werden mit Moͤr-1 9 5 Kalk und Cement wohl ausgeſtrichen und ausgefuget; und zwar muͤſſen ſieMage 5 Flaͤche des Kronholzes antreffen, auch vom Pfeiler an um 3 Zoll abſchüßig0 erden. f g
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ders, Vann alles dieſes geſchehen, und dann die Pfeiler oder Widerlagen aufgefuͤhrtWee„ ſo laſſe man in jeder Schicht fuͤnf Vorſpruͤnge von Kragſteinen in gleicherden e von einander„worauf eben ſo viele Fache zu den Bogengeruͤſten zu liegen kom-lber ſulen. Dieſe Vorſprünge müͤſſen drey Schichten hoch ſeyn; namlich die erſteher dem niedrigen Waſſer tritt 7 Zoll, die zweyte 14, und die dritte 21 bis 22 Zolldis die Uebrigens werden die Vorſpruͤnge zum Haupt⸗Bogen um eine Schicht tiefern dee du den Neben- Boͤgen angeleget, und die Lage derſelben reguliret man nachSich des Schlußſteins über dem letzten Einzuge. Auch wird an der fünftender pre üder dem niedrigen Waſſer eine Reihe großer eiſernen Ringe an jede Flankeden khalke und Widerlagen eingemauert, damit die Fahrzeuge daran gebunden wer-duch onen. Vier oder fuͤnf Fuß uber dieſer erſten Reihe kann man eine zweyte,Deenſddar eine dritte anlegen, damit dieſe Ringe bey verſchiedener Hoͤhe des WaſſersWen bun; und dieſerwegen kann man ihrer auch unten an den Gewoͤlbern ein-
ann das Mauerwerk bis zum Anlauf der Brückbögen gelanget it„ ſo muß manble 5 daß die Aube Schichten der Quaderſteine für die Pfeiler
drder iderlagen ſo gehauen werden„wie es der Circulbogen eines jeden Gewoͤlbes er-duda Auch iſt in Acht zu nehmen, daß alle Quaderſteine an der Stirne desuuden den Gewoͤlbes mit den Vorder- und Hinter Spitzen der Pfeiler gebunden
der 5N50hasen
iſt, wann die Boͤgen mehr als gewöhnlich groß ſind. Weil aber ſolches
20, Hier wäte es der Ort, von dem Baue der Bogengerüſte nach dem Dia⸗ Wee wichtiges if,rückboͤgen zu handeln, indem ſolches ein hoͤchſt bedenkliches Stuck 0 b aalenf 10. g e boͤgen feſt genug zuchr weitlauftige Abhandlung erforderte, ſo fähre ich nur dieſenige ſchoͤne Schrift machen. Beyſpielrn Pitot an„ welche er in die Memoires der königlichen Academie der Wiſſen⸗ an der Brücke zu
engen een Jahr 1720. hat einrücken laſſen, und worinnen er die Riſſe zu einem Orneſon, welchegerüſte, welches Michael Angelo mit dcn Erol zun Gewölbe 3 Gib 5