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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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ſonſt

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Von Austrocknung der Moraͤſte. 25

gallen iſt: es wird aber hierzu erfordert, daß der Erdboden da„wo ſie ihren

ufang nehmen, hoͤher liege, als der Boden ihres Schlauches, auch, daß nichtdee dazwichen ien„welche eine allzu große Hinderniß verurſachen. Und weilüſt noch viele Schwierigkeiten vorfallen, bevor ſie zu ihrem Ziele gelangen, ſoache ich den Anfang mit denen, welche von den Fluͤſſen herruͤhren, und werdeſodann auch die, welche das Meer veranlaſſet, unterſuchen. 2 i

Wenn man es ſo einrichten kann, daß das Waſſer in einem abfuͤhrenden Canale

dhe ſteht als das hoͤchſte Waſſer in demjenigen Fluſſe, worein der Canal ſich ergieſed

ſen sol o iſt man, weil ſich ſodann dem freyen Ablaufe des Canalwaſſers nichtsAiderſetzt 0 ache 5 daß die Unternehmung gelingen wird. Waͤchßt hingegen derKuß zuweilen hoͤher an, als die Waſſerhoͤhe des einzuleitenden Canals,(wie ſolchesgeschehen muß, wenn die Ufer des Fluſſes mit Daͤmmen umgeben ſind,) alsdannfzante der Canal mehr ſchaͤdlich als nützlich werden, weil der Fluß eine Oeffnung be-0 e, durch welche er das umliegende Land uͤberſchwemmen koͤnnte. s

ſt d. r87. Weil es aber Falle giebt, wo ſich ſolches nicht anders thun ließe: ſo Wenn ein abfüh-0 das gte Mittel, 5 gedachten Uebel vorzubauen, dieſes, daß man an der ande an 8nlündung des Canals eine Schleuße ſetze, durch welche das Waſſer im Fluſſe, 010 an es hoher ſteht als das Waſſer im Canale, gehalten werde; und dieſe Schleuße zuweilen hoch an-ffnet man, ſobald das Flußwaſſer wieder niedriger wird. Weil aber das Waſſer im aufe, ſo 5 desRenal ebenfalls hoͤher anwaͤchßt, wofern ſolches, ſowohl als im Fluſſe, von ſtarkem dee cheneü gen herruͤhrt: ſo muß der Canal breit genug ſeyn, und die Ufer deſſelben müͤſſen e eeMberdämmet ſeyn, daß er, ſo lange als der Fluß hoch angelaufen iſt, alles Waſſer wodurch es gehin-Au in den großen und kleinen Graben zuſammenkoͤmmt„ halten koͤnne, bis ſeine dert wird, ins Landaſſerhöhe wieder ſo hoch ſtehe„daß es ſich in den Fluß ergießen kann. auszutreten.

in Wofern aber das Waſſer in ſo großer Menge zuſammenliefe, daß man befürch-

hen

ie f nach ſeinem Ziele zu leiten, wofern es naͤmlich durch einen Thal, wo es kei-

müßte, es moͤchte im Canal übertreten und die umliegenden Gegenden über-chene ſo mite man an der Seite und hoch oben am Damme eine Ableitungauen, welche an einen laͤngſt dem Fluſſe hingehenden Graben traͤfe, und zwar weit

1 dh an demſelben hinab, damit man das Waſſer wieder hineinleiten koͤnne; undö 1

kun d wird ſich vielleicht thun laſſen, wenn der Fluß ſehr abſchuͤßig iſt, und wenn

den Schlauch des Grabens wenig abſchuͤßig machet, ſondern vielmehr hoch haͤlt,Ane das 5 fließende Waſſer die benoͤthigte Hoͤhe erreiche, um ſich mit demaſſer im Fluſſe zu vereinigen. a 8

lebe Da es eben nicht nothwendig iſt, daß der jetzt gedachte Graben laͤngſt am Fluſſe

gehin gehe, ſo kann man ihn an allerley andern Stellen anlegen„ wo der Erdbo-als och 97 0 5 um den gedachten Zweck zu erreichen: denn man findet ſelten eher,deaf get hat, diejenigen Mittel und Wege, welche man mit der bloßen Einbildungs-dau, nie t erreichen kann; und deßwegen ſage ich von allem, was dieſe etwa dar-0 nichts. Nur dieſes ſetze ich noch hinzu, daß man ſich vielleicht genoͤthiget ſe-wird, Brüͤck⸗ Waſſerleitungen zu bauen, um das aus dem Canal ablaufendee

wird dug hat, gehen muß; oder, daß man vielleicht einen nicht ſehr hohen Berg8 durchſchneiden muͤſſen. 25 i 5 l

ßen wohl anlege. Man muß ſie in genugſamen Abſtande vom Fluſſe bauen,

ales muß man die groͤßte Sorgfalt anwenden, daß man die erwaͤhntenum

ich

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dum Fun nicht den Schleußenboden verderbe; jedoch muͤſſen ſie auch nicht allzu weitf Nu

Münduuſſe abſtehen, damit ſich nicht Sand und Schlamm anſetze, wodurch died ch zugefüllt werden koͤnnte; kurz, man muß es ſo einrichten, daß

dane mie der Rehtung des Waſſerſrohens im Fluſſe d gur zutrefe daßwah an Strudel, noch auch ein Anwuchs von Sande oder Schlamme entſtehe,

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rden könnte.

1 debe dae l die Schiffahrt, als auch der freye l des Waſſers im Lande ge-

arddrdied wepten Theils, Swolfte Ausgabe.

Des( und dem Flecken Manicamp, welche ſich in 0 ſonſt guten Strich z Sch

kbenle Ort und Stelle, und nachdem man alles was dienlich ſeyn kann, aufs beſte

0 1188. Eine der vornehmſten Urſachen, welche ein gutes Stuͤck Landes moraſtig Oft thun die Müh-ohen, liegt nicht ſelten in 15 Mühlen an kleinen Fluͤſſen, wovon man ſehr viele 1 on aueh Flͤͤß-he dei hat. Zum Beyſpiele dienen die Moraͤſte zwiſchen der Stadt Laon in der ben den anſtoßenden

ieſen

aden.

großen