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Zweyter Theil. Die Kunst, das Gewässer des Meeres und der Flüsse zum Vortheil der Vertheidigung der Festungen, des Handels und des Ackerbaues anzuwenden.
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1 de, uubömmt, durch einen Haufen Miſt ſeigen laſſen, damit es das Schaͤdliche verlie-

Von den Canaͤlen zur Bewaͤſſerung. 31

enge, es fanden ſich aber in der Gegend eine Menge Quellwaſſer, die man inabe Behaͤlter zuſammenbringen koͤnnte, wie ſolches bey St. Fartol geſchehen(Ar-itkel 1088.) ſo muͤßte man daſſelbe Waſſer ebenfalls durch einen Damm haltenund einen Canal machen, wodurch es bey dürrer Witterung nach den Oertern ſeinereſtimmung geleitet werden muͤßte. N

8 Etwas hoͤchſt noͤthiges hierbey iſt, daß eine gute Policey wegen Vertheilung des

0 aſſers angeleget, und die Zeit verordnet werde, wann es gegeben und wann es zu-

woköehalken werden ſoll. Dergleichen Ordnung wird ſchon an den meiſten Orten,

95 publike Bewaͤſſerungen geſchehen, ziemlich wohl beobachtet: daher darf man nur gen dergleichen einfuͤhren, jedoch ſo, daß man, nach Erforderniß, manches zuſetze 8

er auch weglaſſe, nach dem man es fuͤr gut befindet; weßhalber ich mich nicht

bey aufhalten will. a

0 1105. Noch nicht genug, daß Waſſer vorhanden ſey, um Laͤndereyen damit zu Man muß die Be-aſſen: man muß auch ſonderlich vorher wiſſen, ob es ſich dazu ſchicke, und ob. desnicht mehr ſchaͤdlich als nützlich ſeyn moͤchte; und dieſes laͤßt ſich aus denen erbeten banngan die ein Waſſer an Oertern, wo es ſich ergießt, thut, beurtheilen. Da es auch wohl unterſuchen,heſchehen könnte„daß ein Fließwaſſer, hoͤher nach ſeinem Urſprunge hinauf, gut waͤ⸗ um zu twiſſen, ob esch und hernach erſt in einem oder andern Boden eine ſchlechte Beſchaffenheit an ſich des 5

ahme: ſo iſt es am ſicherſten, wenn man Verſuche anſtellet„was fuͤr Wirkung das ſchadlich 1752 3zaſſer oberhalb dem Ableitungs⸗Puncte thut, indem man es uͤber Gras oder Ge⸗ de Merkwürdigestachſe an Oertern, die man bewaͤſſern will, gießt. Folgende Erfahrung kann dar⸗BBeyſpiel hiervon.1100 wie großer Vorſichtigkeit es bedarf, ehe man ein Project zur Bewaͤſſerung

Werk richtet. 5 f

er Herr Gautier führt dieſes Beyſpiel in ſeiner Abhandlung vom Bau der Wege a15 raité ſur la conſtruction des Chemins) an. Herr Arnou, General Intendantö eeweſens, trug ihm auf zu unterſuchen, ob nicht Waſſer aus der Rhone, oderkön, anderen Fluͤſſen auf eines ſeiner Guͤter in der Grafſchaft Avignon geleitet werden

Alte. Nach vielem Abwaͤgen befand Herr Gautier, daß man nur aus dem Fluſſeiu daes, der bey Oranges fließt, Waſſer dahin leiten koͤnnte. Dem zu Folge machtemacnten Aufſatz über die Koſten zu einem kleinen Graben, welcher zum Verſuche ge-ucht wuͤrde„um zu ſehen, ob wirklich Waſſer dahin kommen würde, und welchen

i ba hernach erweitern koͤnnte, wenn der Anſchlag nuͤtzlich befunden waͤre. Herr Ar-

wie leß dergleichen Graben machen, und das Waſſer kam auf dem Gute Nochegarde

wich an, wo es eln dürres Stück Landes, wo ſehr wenig Gras wuchs, bewaͤſſernAche, Aber wie ſehr erſtaunte nicht Herr Arnou, als man im folgenden Jahre wahr-5 kun wie das Waſſer aus dem Fluſſe Aigues den Boden hinderte Gras hervor zu

0 1 0„und wie die Gewaͤchſe davon verdarben. Als man die Sache genau unter-nete, ſo fand ſich, daß die Urſache in nichts anderm lag, als weil dieſes Waſſer

Wente weiße Erde bey ſich fuͤhrte, welche den Boden, den es durchnaͤſſete,

Ytbar machte.

diese, 105. Insgemein haben Waſſer, welche gerades Weges aus Bergen kommen, Die alzu große

huber Fehler 10 ſc f daß ſie zu viele Cruditaͤt haben; und dieſes kann dem Lande, 8 25 bebteNa ſie befeuchten, mehr Schaden als Nutzen bringen. Findet ſich nun dergleichen n

Ichal, ſo mache man, am Anfange eines jeglichen Vertheilungs⸗ Grabens, einen es durch Miſt ſeigen

dalter, worinnen es ſtehen bleibe, ehe es über das Land gefuhrt wird, damit es laßt. f

uhr werde. Und wenn ſich kein Platz dazu findet, oder man will ſich nicht den

ihm en davon entgehen laſſen, ſo kann ein jeglicher Eigenthuͤmer das Waſſer, welches

den(Id dagegen eine ſehr gute Beſchaffenheit an ſich nehme, welche von dem naͤhren-dies Falze, 55 es herguszieht, herruͤhret. Wiederum ſtreuet man dieſen Miſt aufinden„ das bewaͤſſert wird; und deßhalber muß man immer neuen zuführen.ö Ede. ſich etwa in der Gegend, durch welche der Haupt⸗Canal geht, Mergel-in“ belche eine gute Düngung abgiebt: ſo mußte man ihn, wenn er nicht einen0 dechroben Umweg nehmen dürfte, durch dieſe Stellen fuͤhren, um das Waſſerder Beeſſern: im Gegentheile muß man ihn nicht durch einen Boden von ſchaͤdli-

Mnddeſchaffenheit fuͤhren; kurz, man muß den Boden kennen lernen und die Sachee einrichten. 8

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