Regiſter,»Biebentes Vapitel.Enthaltend die vornehmſten Grundſaͤtze zu Formirung der Projecke zu
ſchiffbaren Canaͤlen; benebſt dem, was die AusfuͤhrungN derſelben betrifft. g
Erſter Mbſchnitt.
Enthaltend die Grundſaͤtze zu den Projecten ſchiffbarer Canaͤle.
hren.110
Ven der Wahl des ſchicklichſten Erdbodens, einen Canal durchzufü5== 2 Artikel
. 8 2Unfüglichkeit, wenn man einen ſchiffbarn Canal am Fuße ſolcher Berge hinführeg
welche einen ſteilen Abhang haben. ⸗:Auch muß man einen Canal nicht durch enge Thaler zwiſchen Bergen fuhren. 110Ein Canal muß ſo gefuͤhret werder, daß er, indem man ihn vor allen widrigen 1fallen verwahret, zugleich auch den kuͤrzeſten Weg halte.„„
Was man in Acht zu nehmen hat, um den Vertheilungs⸗Punet feſt zu ſetzen. 110Auf welcherley Weiſe man das Waſſer, welches ein Canal zum Durchgange der Fah,4 11
7
zeuge durch die Schleußen brauchen werde, ſchaͤtzen kann. 2Schaͤtzung des Verluſtes an Waſſer durch das Ausduften, welches jaͤhrlich 34. 14hoch wegnimmt.-„„ 2. 1 1Man darf ſich nicht darauf Rechnung machen, daß die Quellwaſſer immer gleich⸗ 5ſeyn werden. Welche Veraͤnderungen ihnen zuſtoßen, nach dem die trockenWitterung kürzer oder langer anhalt. 15 a. 1115Schaͤtzung der Geſchwindigkeit des Waſſers, in Anſehung der Abſchuͤßigkeit der zufüh-renden Graͤben.: 7 5 1113
Merkwürdiges Exempel, woraus zu ſehen, wie wenig man ſich auf das zuſammenlac,
fende Regen⸗ und Schneewaſſer, zum Verbrauch der Schleußen, Rechnung machen darf.. 5„ a 1114Nothwendige Vorſicht, wenn man Waſſer aus einem Fluſſeleiten will, damit nichts Uebels daraus entſtehe.. N 6An der Mündung des Canals muß eine Schleuße ſeyn, um dadurch die Schiffah,zu jeder Zeit zu foͤrdern; wie auch, damit er nicht durch das trübe Waſſer besſchlaͤmmet werde. 4 f 2 3 1711Anmerkungen, betreffend die Landkarte vom Wege, welchen der Canal nehmen ſoll. 0 10
7
Was fuͤr eine Ordnung man in dem Bau⸗Anſchlage, welcher der⸗Landkarte un 14
Profilen der abgewogenen Hoͤhen und Tiefen behzufügen iſt, beobachten muß. 11.
Sweyter Kbſchnitt.
Fortgeſetzte Grundregeln uͤber die Canaͤle, inſonderheit uͤber das Ausheben und die anderweitige Anwendung des Erdreiches.
Vece Dimenſionen ein ſchiffbarer Canal, der durch ein ebenes Land geht am be5 ſten bekoͤmmt...= ⸗ Artikel 11Methode um zu beurtheilen, wie viel Waſſers ein Neben⸗Graben halten koͤnne; 15der Quantitaͤt Waſſers, welches durch Platzregen faͤllt. Erfahrungen hierüber. eseWas man zu thun hat, wenn der Canal durch einen Ort, welcher hoher iſt als deeTiefe, gehen muß. 8 5 f 11
8 0 5 5. 2 1 fWie der Canal angeleget wird, wenn er durch Oerter geht, welche tiefer ſind als 1012
Boden ſeyn muß; und in welchem Falle man ihn über Brück⸗Waſſerleitun ei fuͤhren muß. 7 7 7 25 7 5 f 5„He;Anmerkung, wie ein Canal in einem Torf⸗Boden zu graben iſt. Merkwürdige zzgebenheit bey ſolcher Gelegenheit.. ⸗ 1Schwierigkeit, einen Canal durch einen Weiher zu führen.. a einenBau derer Daͤmme, wodurch zwey Berge mit einander verbunden werden, um e 129Waſſerbehaͤlter zu bekommen, woraus ein Canal verſorget werde. 5. 120Andere Methode Daͤmme zu bauen, nach Art derer an Waſſerhehaͤlter bey St. Fariol. 5
Achtis
8 7in einen ſchiffbarn Canal1 1 15
— 2—