Band 
Erster Theil.
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Wir kommen auf den Punct der Nationalrcligion.

Clovis, Beherrscher — nicht zwar aller Franken,jedoch des größer» Theils derselben , schlug imJahr 486. den Syagrius, und bemächtigte sichauch der noch übrigen römischen Provinzen inGallien. Um sich desto fester zu setzen, verheurathe-te er sich mit der burgundischcn Prinzeß», Crotildeoder Llodilde, Umsonst suchte es ihr Oheim, Gon-dobald, der Mörder ihres Vaters und desselbenNachfolger auf dem Throne unter dem Vorwandeder Religionsverschicdenheit, zu hintertreiben! ?)Clotslde flüchtete sich aus dem Arme des Usurpatorsin die Hände des Clovis. Sowol aus Gefallig-keit gegen die Gemahlin als auch, um sich bey denChristen, seinen neuen Unterthanen, desto belieb-ter zu machen, ließ sich Clovis zur Taufe seinerErstgebohrnen bewegen. Ungeachtet er den balddarauf erfolgten Tod desselben dieser Taufe zu-schrieb, so vermochte die Königin gleichwol, daßauch das zweyte Kind getauft wurde. — Endlichim Jahr 406. sah sich Clyvis mit den Allemancnin ein blutiges Gefechte bey Tolbiach verwickelt, a)In äusserster Verlegenheit wendete er sich, aufClotildens Antreib, an Jesum Christum; feyerlichschwor er, im Falle des erlangten Sieges, sich zudessen Dienste zubckennen, Er siegte und erfülltesstne Gelübde, b) Auch in der rohesten Gestalt hat-te das Christenthum auf die Sitten den wolthatig-

r) S. Dünau Historie des deutschen Reiches Th. I.

-) Mpich, unweit Bonn, zwischen der Maas und derMosel. La Guille in der ttilt. s'-UKce setzt diesen Ortin die Gegend von Straßbnrg. b) S. Thvge Rote,