solche Weise erweiterte sich die Freyheit der helve-tischen Städte und Länder. Schon unter Otho I-im zehnten Jahrhunderte wurden, nach dem Si-gonius, die meisten Städte (wenigstens in Italienund in der Nachbarschaft von Italien,) frey gemacht,nur daß sie dem Kayser einigen Tribut bezahlten,und den Eyd der Treu schwuren. Daher hattedieser besondere , und die Bürgerschaft besondereLeamte; jene hießen Mißt, diese Consuls. — Viel-leicht daß Arnold von Brixen, welcher im Jahr114;. zu Rom verbrennt worden, römische Frey-heitsbcgriffe in Helvetica ausgestreut hat. DerStadtrath in Zürich , der' vormals nur auf Poli-zeysachen eingeschränkt war, fieng an mit Einwilli-gung der Gemeine, gesetzgebende Gewalt auszu-üben. »Wer hie Doigt ist, heißt es in einer alten» Rathscrkanutniß von Zörch, der soll an den Rat» nit kommen noch by jm sitzen als die andern des» Rats, wann so si sin bedürfen und nach jm sen-» den one alle Geverde.» Eine andre Erkanntniß:» Alle die Bürger Hand geschworen , swcne ein» Künig one Krieg erkoren wird, das wir mit» allen Trüwen mit gemeinem Rate vud one alle» Gcvcrde an den Werbende sin, das er vns da„ keinen Vogt gebe vürbas, danne zwey Jahre, vnd» so zwey Jare hinkommen, das derselbe innwcndigv den nechsten ; Jaren darnach nit Vogt werde.»Diese Verordnung muß vor dem Jahr 127z ge-macht seyn; denn Kayser Rudolf von Habsburg hatsie bestättigt.
So wol während der Rreutzzüge als während-er Rriege zwischen dxn Raisern und Päpsten