Band 
Erster Theil.
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Einfall verleitete Geßlcrn nicht nur Stolz und Neevermuth, sondern auch Argwohn. Auf solche Weifenämlich hoste er die fclavifthen Seelen von denMißvergnügten unterscheiden zu lernen. WilhelmTell gieng beym Pfahle voll Verachtung mit bedeck:tem Haupte vorüber. Dafür ward er von Geßlcrnvcrurthcilt, seinem eignen Knaben einen Apfel vonrKopfe herunterzuschießen. Der Schuß glückte ihm.Noch hatte er einen zweyten Pfeil bey sich; der Vogtfragte: Wozu dieser Theil dienen sollte? Nach eini-gem Aaudern erhielt er von Teil die Antwort: Nie-mand andcrm als dir selbst wär er zugedacht ge-wesen, falls mein Kind hätte unglücklich seyn sol-len. Der Vogt ließ ihn gebunden ins Schiff wer-fen, um ihn in ewiges Gefängniß nach Küßnachzu bringen. Ein Sturm auf dem See setzte daSSchiff in äusserste Gefahr. Tell wurde ans Steuergestellt. Er brachte das Schiff so nahe ans Ufer,daß er glücklich auf ein Felscnstück hinaus sprang.Sogleich ward das Schiff von den Wellen wiederergriffen. Mittlerweile die andern ans Land arbei-teten, lief Tell dem Vogt seinen Weg vor; als end-lich dieser auch nachkam, schoß er hinterm Gebü-sche auf ihn den zweyten Pfeil los, baß er todt nie-dersank. — Dem Werner Staufacher, einem an-gesehenen Manne zu Steinen im Canton Schweitz,machte Geßler Vorwürfe, daß er als Bauer ohnehöhere Bewilligung ein so schönes Haus aufgebauthätte. Mechthilde, Staufachcrs edeldenkend« Gat-tin, forderte den Mann zur Rache gegen den Vogtauf. Stanfacher begab sich zu Walter Fürstennach Alters; daselbst fand er auch oben erwähnten