Band 
Erster Theil.
Seite
52
JPEG-Download
 

52

III. Cantons. (Im Jahr IZ5Z.) Zürich und Lucernversprachen jenen, und gegenseitig ihnen auch diese,jedoch nur in besondern Erklärungen, daß sie ein-ander beybringen wollten, so bald sie von den III.walvstädten würden aufgcfodert werden. Seit-her wurde bis zum Jahr 1481. die Anzahl der Eid-genossen nicht weiter vermehrt. In Verhältniß dernachherigcn heißen diese die VIII. allen Rantono.Hie und da hatten einige derselben noch besondereVerbindungen; aus diesen entstanden bald so ge-heißne zugewandte Orte, bald auch in spätern Zei-ten neue eydgenößische Rantons.

Bald nach dem Vcytritte der Berner zu dem eyd-genößischcn Bunde neckte der Herzog von Oester-reich die Kantons von neuem. ' Rayser Rarl IV.bot sich zum Schiedrichter an. Die Eydgcnosscnwollten sich zu allem verstehn, jedoch mit vorbtthalt ihrer ewigen Bünde. Dieser Vorbehalt wardem Kayser nicht recht. Brun jagte ihm im Na-men gesammter Eydgenoßschaft: „Wir sind einsah„ tige Leute und verstehn uns nicht auf die Rechte,„ aber was wir geschworen haben, wollen wir hal-» tcn. „ — Sogleich ergieng im Jahr 1354. an alleBundesgenossen von Oesterreich und in die Erblan-der des Kaysers eine Nriegerische Auffoderung.Zwischen Rapperoschweil und Ryburg war Zürichvon Oesterreichs Heersmacht umschlossen. MitFeuer und Schwerdt wurden die Ufer des See undalle Weingärten verwüstet. Indeß stieß KayserRarl I V mit zahlreichen Truppen zu Albert. Mehrals 44000. Mann belagerten 4000 Eidgenossenin Zürich. Unter den Belagerern waren viele Freun«