Landsmann eines fremden, saumseligen Schuldnersnahm und behielt man gefangen, bis er sich durchBezahlung einer ihn nichts betreffenden Schuld los-kaufte. Die Juden schunden die Christen; dieChristen verbrennten die Juden. — Nach und nachfieng man an, für ewige Geldzinse eine SummeGeldes , so wie schon vorher für ewige FruchtZlnseein Stück Lands zu verlaufen- Nicht ohne Müheund Widerspruch erkannten hernach die Rüchen»vcrsammlungcn von Ronstanz und Basel, daßes erlaubt sey, fünfvon Hunden zu Zinse zu nehmen.
Inr Jahr 1564. wi^rde ein »euer Nlünzfusi inZürich errichtet. Gegen dem heutigen Pfunde ver-hielt sich das damalige wie i. zu 6 — Je lan-
ger je leichter wurde die Währung. Der Guldenstieg bis auf 29 Schillinge. Im Jahr 1417. wag-te man's, die ersten Schillinge in Zürich zu 12.Heller zu schlagen. — Erst im Jahr 142;. erfolgte,die erste gemeineydgcnößische Münzvcreinigung;auf Z3. Schillinge wurde der Goldguldcn gesetzt, c)Diese Verkommniß sollte ;o. Jahre daurcn; wenigentsprach der Erfolg dem Endzweck.
So geringfügig in diesem Zeitalter das Fabrick«wesen war, so erholten sich wenigstens die Land«wirthschaft und Spedition, besonders auch nachErrichtung des Waffenstillstandes mit Oesterreich.Gleichwie in den Städten der Uebcrdrang der Pa-tricier durch Zünfte, — so wurde auf den Straf-sen der Unfug des räuberischen Adels durch Oündt«Nisse bezähmt. Die vcnetianischcn Handelsgüterwaren ein beträchtlicher Theil der rheinischen Schif-e) L. Tschlldiä Chrenick Tom. II.