der Abtey Murbach wurde wegen ihrer Rechte aufdie Stadt Lu ern ein Austausch getroffen. Zürichverschaffte sich durch Kauf ein kleines Ländchen,und die Grafschaft Kyburg besaß dieser Kanton alsösterreichische Pfandschaft. Ury hatte Rechte aufdas Thal Livincn, welche von dem Adel jenseit derAlpen verletzt wurden. Zwcymal zog dieser Kantonüber die wildesten Gebirge und bemächtigte sich derStadt Domo; er kaufte sich einen neuen Zankapfelan Bellinzona. — Die Stadt Neuenburg und derGraf Conrad von Frcyburg aus dem Brisgau, derdie Neuburgische Grafschaft geerbt hatte , tratenim Jahr 1406. in ein Durgrecht mir Der» underkannten diesen Kanton als Richter in jedem künf-tigen Zwiste.
Bald nach dem Anfang des fünfzehnten Jahr-hunderts erhoben sich die Appenzeller. Unruhen;in dieselben wurden die Eydgenossen zum Theilmir eingeflochtcn. — Das ganze Land hat den Na-men von dem Dorf Appenzcll, und dieses voneiner Zelle oder Rapelle, welche im Jahr 1270.von Norlpert, dem Abte zu St. Gallen, erbautworden. An dem Orte, wo itzo St. Gallen steht,hatte Anfangs des siebenten Jahrhunderts der H.GaUus sich niedergelassen. In dem folgenden Jahr-hunderte wurde seine Zelle in ein Rlostcr, undhernach das Kloster in eine fürstliche Abtey ver-wandelt. Wegen des dasigen vorzüglichen Schul«Unterrichts studierte daselbst ein zahlreicher Adelund von diesem wurde das Stift nach und nachmit beträchtlichen Gütern, unter anderm mit dembenachbarten Appenzellerlande begäbet. Die Le«