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drückungen des Abts Cuno erweckten anfangsdes XVten Jahrhunderts bey den Einwohnern dieBegierde nach ähnlicher Freyheit wie diejenige, de-ren die Kantons genossen. Es schmerzte diese Klo-ster-unterthanen empfindlich, daß ihnen verbotenwar, ihr unseliges Geburtsland zu verlassen, —verboten war, sich mit fremden Weibern, ja nichteinmal mit den Töchtern von St. Gallen, ihrenNachbarinnen, zu verhcyrathen. Die Strenge,womit von ihnen das Todtengeld erpreßt wurde,die Hervorgrabung eines Leibeignen, der die Bewil-ligung eines Begräbnisses nicht hatte bezahlen kön-nen , die Ausziehung seiner Lumpen im Sarge undandre solche Mißhandlungen entzündeten Aufruhr.Im Jahr 1404. vereinigten sich die Appenzcllcr mitden Bürgern zu St- Gallen gegen den Abten.Dieser wurde von Oesterreich unterstützt; jene such-ten Hilfe bey den Rantons; für einmal wurde sieihnen nur von Schweig und Glarus versichert.Einigermassen sah sich in diesen Krieg auch Zürichverwickelt, indem der thurgäuische Adel gegen dieWuth der Empörer bey dieser Stadt Zuflucht undHilfe fand. Die Appenzcller verwüsteten weit undbreit die umliegende Gegend. Bey der Schlachtzu Wolfshalden im Jahr 1405. hatte sich einervon ihnen, Ulrich Rotach, an der Ecke einer Dieh-hütte ganz allein gegen zwölf Oesterreicher verthay-digt, fünf davon mit der Helleparde erschlagen undsich gegen die übrige» so lange gewehrt, bis er durchden Rauch der von hinten angezündeten Hütte cr-sieckt ward. — In dem Rietlingerwalde schien derSieg sich auf Oesterreichs Seite zu neigen. Würg-