Band 
Erster Theil.
Seite
110
JPEG-Download
 

Ho

auf: Lachend erwiederte die junge Heldin: Fmwahkdu bist ein ganzer Mann, wenn du du dich gegenein schwaches Kind wagst; lieber möcht ich dich imStreit seh'n mit eiucm geharnschten Schweißer,der mit der Faust kämpft, nicht mit Worten. —Der kleinen Scharmützel, des Plünderns und Scn-gens rund herum an den schwäbischen Gränzen warre kein Ende. Ucberall hatten sich Hunger undSeuche verbreitet. Beyde Partheyen waren desKrieges müde, und im Jahr 1499. ward auf Ver-mittlung des HerzogS von Mayland und des Kö-nigs in Frankreich zu Basel der Frieden gcschlos.sen. Ausser der Bekräftigung des Besitzes aller vor-mals gemachten Eroberungen erhielten die X. Ran-tons keinen andern Vortheil als die Ucbcrlassungdes Lriminalrcchtco im Thurgäu, da VII. vonden ältern Kantons schon seit dem Jahr 1460. da-selbst die Territorial - und Civilrechte besassen.

Im Jahr 1501. ward die eydgenößische Verbin-dung durch Basel und Schaffhausen verstärkt; indem Schwabcnkricge hatten diese beyden Städteden Kantons gute Dienste geleistet. Alle neuernKantons verpflichten sich zu gleichen Einschränkun-gen wie Freyburg und Solothurn.

Die Veranlassung und die Form, wie Basel inden eydgenößischcn Bund trat, wird von Tschudi(Mio II. Xo. 18. 6.) mit folgenden Umständenbeschrieben: Basel saß in dem Schwabenkrieg still;dieß verdroß seinen Adel; die Nachbarn im Sund-gäu und Elsaß, besonders auch Straßburg schaltendie Basier treulos am Heil. Reich. Grossentheilszog der Adel von Basel hinweg und bedrohte die