Band 
Erster Theil.
Seite
109
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Kirche begleitet. Ein Weib, welches bey Hausefür die Leidtragenden ein Todfcnmal zurüstete,wurde plötzlich vom kriegerischen Schwärm über-rascht und gefragt: Für wen das Gastmal bestimmtsey? Mit schneller Geistesgegenwart antwortete dieKöchin: Für die sogleich anrückenden, eydgcnösti-schen Hilfstriippen. Ohne sich zu besinnen, entflohauf einmal die Kriegcsschaar. Ungesäumt eilte dasWeib nach der Kirche; das Volk ergriff die Kreutzrsahnen und stürmte auf den feindlichen Schwärmlos; sieben und vierzig wurden erschlagen; bey Hun-derten stürzten auf der Flucht über die Felsen hin-ab und mehrere wurden gefangen. Zur Hin- undHcrsendung der Triefe bediente man sich in demSchwabenkricge, anstatt der Trompeter und Eilbo-ten , entweder junger Mädchen oder abgelebter Wei-ber. Ein solches Cchwcitzermädchen (erzalt Birk-bcimer äe kell luicens. Opp. ? 86.) kam mit Triefenvon den Kantonen nach Konstanz zum Kayscr. Alssie im Borhof auf Antwort wartete, fragten sie ei-nige kayserliche Trabanten: Womit sich die Eydge-nosscn in ihrem Lager beschäfftigten? Sie bereitensich, erwiederte das Mädchen, auf euern Angriff.Wie zahlreich sind sie, fragten die Trabanten: —das Mädchen: zahlreich gcnung, um euch zurück-zuschlagen. Bey wiederholter Nachforschung spraches: Bey letzterm Gefecht hättet ihr sie wol selbstzahlen können, wofern euch eure Flucht nicht blindgemach: hatte. — Ferner: Haben sie auch nochSpeist und Trank? Antwort: Ohne Zweifel, weilsie noch leben. Einer der Umstehenden wollte dasMädchm erschrecken und hob das entblößte Schwerdt