Band 
Erster Theil.
Seite
113
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verkleidt, wollte der Herzog entwischen: AlleinRudolf Thormann von Ury verrieth ihn; wegendieses Verraths ward er bey seiner Heimkunft vondem Landrath zum Tode verurtheilt. Der Königsetzte den Herzog gefangen und blieb eine Zeitlangim Besitze von Mayland. — Im Jahr 1500. hat-ten sich die Thaler pallenza, Riviera, Bellinzonaden III. Kantons Ury, Schweig und Unterwal.den ergeben: Als Besitzer von Mayland, machteder Röntg Anspruch auf die Stadt Vellcnz ; imJahr r;Oz. ward er zur Abtretung derselben ge-zwungen. Um so viel wichtiger war diese Stadtden Kantons, weil damals daselbst der größteviehmarkt war, der seither nach Lama verlegtwurde; auch war daselbst für einen Theil derSchweiß und für Bändten beträchtlicher Gctrayd«Handel. Aus gleichem Grunde hatten die Urnerschon im Jahr 1466. vermög des mayländischenCapitulats das Livinerrhal an sich gezogen; durchdieses Thal nämlich geht ein starker paß aus derSchweig nach Italien.

Gegen das verbot der Obrigkeit begleitetenetliche tausend Evdgenossen den französischen Rö-ntg nach Neapel; sie wurden von dem feindlichenSchwerdte sowol als von der Pestseuche und vondem Gifte der Wollust zu Grunde gerichtet. Ita-lien wurde mit Recht der Todtenacker der Eydgenos-scn genennt. — Nicht lange hernach, im Jahr izog.zogen ie mit den Franzosen gegen Venedig zuFelde »nd kehrten mit Beute zurück. Auf einmalhatte der Einfluß Frankreichs bey den Rantonsritt Ende. Ausser den unbezahlten Jahrgkldcrn und

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