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Bürgers getragen; bey Vermehrung des Zulaufsist für denjenigen , auf welchen die Matze abzielt,alle Rettung verloren. Kaum hatte Schinnerndieser Ostrazismus getroffen, so flüchtete er sich ineines Feldsiechen Hülle über das wilde Gebirg, mit-ten durch das französische und ferrarische Krieges-heer. In Nom erhielt er zur Belohnung seinespolitischen Martyriums den Rardinalshut nebst derWürde eines päpstlichen Legaten. — Bey seiner Zu-rückknnft in Helvetien arbeitete er eifrig gegen dieVereinigung der Eydgenossen mit Frankreich. Einekleine Beleidigung, die einem Läufer aus Schweitzvon einem Franzosen in Mayland angethan worden,kam ihm gelegen; unter dem Verwände die Beschim-pfung zu rächen, forderte er die Eydgenossen auf,daß sie bey icx-oo. Mann stark gegen die Franzo-sen ins Mayländifche zogen.
Im Jahr 1512 trafen die eydgenößischcn Gcsand,ten, welche nach Venrdtg geschickt worden, da^selbst den Rardinal an. Nebst einem andern päpst-lichen Legaten brachte ers durch Jndulgenzen, durchrührende Worte, besonders durch ausgestreute Geld-summen und durch Versprechung des rückständigenSoldes dahin, daß zum Beystande des Papstessich bey 2QQQO. Eydgenossen nach Italien begaben.Diesen sollten bis zu gänzlicher Auszahlung die ge-machten Eroberungen zum Unterpfand dienen.Unter Mittheilung eines kostbaren Hutes undSchwerdts wurden sie von dem Kardinale nachMayland geführt. Daselbst verjagten sie das Krie-gesheer Ludwigs Xll. und setzten den verlaßnen,jungen Maximilian Sforzia wieder in sein väter-