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Cchinner gelang es, Georg Supersax wegen em-pfangner französischer Jahrgclder verdächtig zu ma-chen. Mit Hintansetzung aller Formalitäten warder verurtheilt. Er wollte nach Lern gehn, wo erdas Bürgerrecht hatG, in der Absicht, sich daselbstzu rechtfertigen. Unterwegs ivard er zu Freyburgins Gefängniß geworfen. Daselbst lag er beynahedrey Monate, und drey Tage nach einander warder an die Folter geschlagen. Gupersax hatte einesehr schöne Gemahlin; ihm hatte sie drey und zwan-zig Kinder gebohren; sie eilte nach Freyburg, umfür ihren Gemahl um Gnade zu bitten. Arsent,der Schultheiß dieses Freystatcs, war aus Mit-leiden dem Supersar zur Flucht aus dem Kerkerbchülflich. Morgens drauf entstand hierüber einallgemeiner Tumult. Um der Wuth des Volkszu cntgehn, rettete sich der verdächtige Schultheißin die Kirche; man riß ihw heraus, setzte ihn inden gleichen Kerker, in welchem Supersax gelegenwar, und auf der Folter ward er zum Gestandnißgezwungen. Mittlerweile hatte Supersax sich nachNeuenburg geflüchtet. Die Freyburger begehrtenseine Auslieferung. Ludwig von Orleans, derdamalige Beherrscher von Neucnburg, befand sichin Italien bey dem französischen Rriegsheer. DieNeuenburgcr widersetzten sich der Auslieferung desSupersar. Unter dem Dorwande, daß er mit Lernin Bürgerrecht stehe, zog nunmehr dieser Rantonden ganzen Prozeß vor seinen Gerichtshof. KeinBedenken fanden die Neuenburger, ihn dahinab-folgen zu lassen. Immer indeß waren die Freybur»§er auf ihren Ansprüchen beharret. Bey ununter-