Band 
Erster Theil.
Seite
121
JPEG-Download
 

121

brechen verweigerter Auslieferung des Snpcrsax,suchten sie sich an seinem Befrcyer, dem Schult-heiß, zu rächen. Weder sein Rang noch seine Ver-mahlung mit der Tochter des bernerschen Schult-heiß Dicßbachs konnten ihn der Wuth des Pöbelsentreißen; er ward verurtheilt, auf der Blutbühneden Kopf zu verlieren. — Ungeachtet Abgeordnetevon wallis und Freybmg zu V>ern auf die Aus-lieferung des Superfar drangen, so ward siegleichwol verweigert; er selbst wurde zu vrrn lediggesprochen, jedoch unter Bürgschaft, daß er alleprozeßkoften bezahlen und daß weder er noch je-mand von den Seinigcn die erlidtencn ttnbillen rä-chen wolle. Supcrsax wagte sich nicht mehr nachWallis; er starb zu Dcvai im Bcrncrgebiete.

Der Ritter von Hohenbu.g, aus angesehenemGeschlechte zu Straßburg, sah sich wegen Impo-tenz und verschiedner Mißhandlungen von seinerGemahlin verlassen. Aus dem Elsasie vertrieben,kam er nach langem Herumirren auf Zürich. Nichtohne Schwierigkeit erhielt er das vürgerr cbt. Balddarauf stirbt sein Schwiegervater. Nunmehr sprichter das Vermögen und die Person seiner Ft»u an.Diese verweigert ihm beydes und wird von denStraßburgern unterstützt. Die Zürcher fordern fürden Ritter sicheres Geleit und Deffnung des Rech-tes. Umsonst sind ihre Bemühungen, und nunschicken sieden Absirgbrief nach Straßburg. DurchVermittler wird zwischen beyden Städten die Aus-söhnung betrieben. Beynahe überall warb der Rit-ter von Hochburg als Urheber der Zweytracht ver-abscheut. Das Tribunal der drey Obristzunftmei-