Band 
Erster Theil.
Seite
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that selber dcn Ausspruch und verfallt? die Fin-»itnger. Diese klagten bey den Rantono über erlit-tenes Unrecht. Im Jahr i;8i. kamen zur Vermitt-lung Gesandte von Zürich und Basel. Diese be-kräftigten den Spruch gegen die Finninger. Nichtlange, so fieng einer von diesen einen neuen Pro-zeß an; ein streitiges Stück Holzes ließ er in Ge.heim mit österreichischem Arreste belegen; überdießentzog er der Obrigkeit das Ohmgeld und erlaubtesich gegen dieselbe allerley Schmahreden. Er wardins Gefängniß geworfen und hernach aus der Stadtbannisirt. Freywillig folgte ihm sein Bruder Mat-thias ins Elend. In Basel fanden sie Gönner,unter andern den Dr. Schreckenfuchs einen Aus-bürger, dcn Pfarrer Fräuler, und einen Züricher Nam-mens Steiner. Vornämmlich von den calholischenAantons erhielten sie dringende Fürbittschreiben andie Obrigkeit zu Müllhausen. Daselbst erschienensie nunmehr in dem Begleite des Landammann Tan-kers von Ucy und des Seckelmeister Bueiers vonSchweig. Ganz betroffen über diesen Besuch, ließder Rath den Gesandten anzeigen, daß er auf Mor-gen zum Verhör auf dem Rathhause bereit sey. DieGesandten gaben zur Antwort: Ihr Auftrag gehö-re nicht vor Rath, sondern vor die ganze Bürger-Hemeinde. Der Rath wendete ein, daß, nach derVerfassung der Stadt, ohne seine vorläufige Un-tersuchung und Bewilligung, keine Geschäft vor dasVolk gebracht werden könne. Wahrend der Nachtmachten die Finninger ein grosses Geschrey, trotz-ten und schimpften, so daß der Rath, aus Besorg-iliß eines Tumultes, sie noch vor Tage sogleich in