Band 
Erster Theil.
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verhaft setzen ließ. Am Morgen rechtfertigte sichder Bürgermeister bey den Gesandten wegen dieserGefangennehmung, zugleich wiederholte er, sie müs-sen ihren Auftrag zuerst vor Rathe eröffnen, alsdennwerde dieser, nöthigen Falls, von jeder Zunft sechsMänner zu sich berufen, um mit ihnen weiter zuhandeln. Voll Unwillen verrcißten die Gesandten.Auf der nächsten, katholischen Tagleistung wuß-ten sie die katholischen Kantons nebst Appenzell sosehr in Harnisch zu jagen, daß einmüthig den Müll-Häusern der Bund aufgesagt wurde. Hierüberbeklagten sich diese auf einer gemeincydgenößischcnLaglcistung zu Baden im November i;8ü. Umsonstbemühten sich die V. Kantons, Zürich, Bern,Glarus, Basel und Schafhauftn, um eine Aus-söhnung zu treffen.

Mittlerweile wurden die Finninger aus dem Ver-hafte befreyt, mit der Erlaubniß eines sichern Auf-enthaltes in der Stadt. Nicht nur wurde dadurchkein Friede befördert, sonder» vielmehr die Iwcy-tracht vergrößert. Aus Rache gegen die Obrigkeitschrieben sie derselben allein die Schuld des Bun-desbruchs zu; das Volk forderten sie auf, daß esdie Zügel der Regierung selbst ergreiffen und dieRäthe abstrafen sollte; dieß sey das einzige Mittel,um wieder in den Bund der acht Kantons aufge-nommen zu werden. Jtzt gelangs ihnen, den Stadt-schreiber Schillinger in Ketten zu werfen; denBürgermeister Ziegler zwangen sie zur Abwertungseiner Würde und zur eydlichen Versicherung, daßer sich nicht aus dem Hause wegflüchten wolle. Dergrössere Theil des Raths wurde entsetzt, und an