Band 
Erster Theil.
Seite
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und bewirthete sie kostbar; erst Tages vorher hinge«gen hatte man einige Bürger, die den reformirtenGesandten die Aufwart gemacht hatten, gefangengenommen. Morgens d'rauf versammelten sich alleeydgenößischen Gesandten auf dem Rathhause, dochfruchtlos. Die Latholischen erklärten sich, sie sey«nur da als Zuhörer. Die Bürger verwarfen jede«Vermittler und Schiedrichter. Die Gesandten versreiseten also unverrichteter Sachen den 17. des May«Monats. An gleichem Tage warfen sich die unru-higen Bürger mit Weibern und Kindern den nochzurückgebliebenen, catholischen Gesandten zu Fusse,und flehten um neuen Zutritt in die eydgenößlscheVerbindung, erhielten auch nicht völlig ungünstigeAntwort. — Der Bürgermeister Fink hingegen mitdreyßig andern entwichenen Müllhausern übereil-te die reformirten Gesandten auf der Heimreise zuBasel, um von diesen thätige Beyhilfe zu bitten.Don Basel aus ermähnten die letzter« Gesandte»Müllhausen nochmals, und abermals fruchtlos zugütlicher Vermittlung. — Die Bürger beharrtendarauf, daß sie selbst Richter seyn wollen. ZweenFreytage nacheinander stellten sie ihre Gefangenenunter freyem Himmel vor Gerichte; am dritten Frey-tage sollten diese zum Tode verurtheilt werden; nochward die Vollziehung von den reformirten Ran-tons gehindert. Die Gesandten derselben versam-melten sich den i. Junius zu Arau. Ihre Berath-schlagung gieng dahin: — Unverzüglich sollen vonBasel aus fünf oder sechshundert Mann vorMüllhausen ziehn und dieser Stadt jede Gemein-schaft abschneiden. Inzwischen sollen auch Zürich,