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ben , es wäre denn daß die katholischen Orte vonher eine andere Auskunft vortragen würden. Mitt-lerweile solle man die Gefangenen (den Stadt-schreiber und den Bürgermeister Zieglcr ausgenom-men,) aus dem Verhafte befreyn. — Alle diese Be-dingnisse wurden von dem wilden Pöbel gebrochen;er entsetzte die Rathsglieder der Gegenparthcy allerBedienungen und Aemter; von jeder der VI. Zünf-ten erwählte er siebcnzehn der schlechtesten Perso-nen , meistens Taglöhner und Rebleute, zur Besor-gung der Staatsgeschäfte und zur Inquisition derGefangenen. Dieser lärmende Senat forderte denBürgermeister Fink und andere Räthe vor sich, nahmvon ihnen die Schlüssel der Stadt und ihrer Ma-gazine, schlug den Ctadtschreibcr an die Folterund schickte Gesandte an die katholischen Rantons.
Sogleich bey erhaltener Nachricht hievon versam-melten sich die reformirtcn Lantons zu Arau undermähnten von da aus die unruhigen MüUhauseezum Frieden. Nur noch heftiger wurden durch dieErmahnungen diese erhitzt; todtkrank schleppten sieden Bürgermeister Zieglcr aufs Rathhause; Bür-germeister Fink war vorher durch die Flucht ihrerRache entgangen.
Den 2. May langten die Gesandten der refor-mirten Rantons in der Stadt an; kaum waren siesicher; sie mußten Zeugen seyn von der tödtlichenFolter des Zieglers, ohne diese Unförmlichkeitcnhindern zu können. Drey Tage hierauf kamen dieGesandten der catholischen Rantons auch an. Die-sen gieng beynahe die ganze Bürgergcmeinde ent-siegelt: sie bewillkommete man mit allen Kanonen