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gemessen. Die Einwohner glauben sich in größterSicherheit , jauchzen bey lärmenden Bankettenund bauen vergeblich auf den Beystand der eatho-lischcn Kantons. Darum seyd ohne Sorge. Auchdürft ihr euch weder vor Dornen noch Heckenscheuen; wir haben redliche und muthvolle Bürgeraus Müllhausen selbst bey uns; diese werden unsden bequemsten Weg zeigen, in der Stille über alleBache führen und aller Orten bis über die Tren-
schern vorausgehn.-Um desto unbemerkter der
Stadt zu nahen, löseten die Krieger die Armschie-nen und Leinlaschen von ihren Harnischen; schonwaren sie zu dem untern, mit Artillerie stark besetz-ten Bollwerke gekommen, als ihre Ankunft durcheinen losgegangenen Musketenschuß entdeckt wurde.— Sogleich wurde von der befestigten Anhöhe, je-doch ohne merklichen Schaden, gegen die Eydge-nossen gefeuert. Diese langten beym Laseler - Thoran; um desto ungehinderter mit dem Sprengzeugedurchzukommen, fieng ein andrer Haufe beym Ober«thor ein lautes Gelärm an. In der Stadt wurdedie Sturmglocke geläutet. Die Hausthüren derEydgenößischgesinnten wurden aufgebrochen, umdiese hervor an die Spitze des Feindes zu schleppen.Einer der Angesehensten, David Zwinger, derStadtpfarrer, war in äusserster Gefahr, einSchlachtopfcr der Volkswuth zu werden; sein Weibwiest die Mißvergnügten unter dem Verwände weg,daß er schon auf dem Platz sey. — Die Esdgenof«sen öffneten die Stadtthore und würgten, werihnen in den Weg kam. Von beyden Seiten ent-stand ein grausames Gemetzel. Den Bürgern ge-