2Y4 -
gereizt ; mit treulosen Bürgern und mit auswärtigenHerren sey er in verbotenem Briefwechsel gestanden,u. s. w. Auf sein Ablaugnen hin ward er an dieFolter geschlagen, bald darauf gab er den Geist auf,nicht ohne Argwohn , er habe sich selber vergiftet.Seine Leiche wurde durch den Scharfrichter auf demRichtsätze verscharret.
Johann Anton Giouer aus Calanca hatte diereformierten Kirchendiener vertrieben, und wurdedeswegen von dem Pabste zum Ritter geschlagen;auch war er mit Mayland in geheimer Verbindunggestanden. Wegen gleicher Verratherey wurde mitjhm'anch Lucius von Mont, nach fruchtlos wie-derholter Vorladung zur gleichen Strafe wie die Her-den von Planta verurtheilt.
Der Bischof Johann von Lhur, welcher vor eilfJahren aus dem Lande verbannt worden, wurde be-schuldigt, er habe, durch fremdes Geld bestochen,den pündtncrn gegen ihre besten Freunde, die Eid-genossen, Hast eingeflößt; durch seine Predigten dieLandleute aufgehetzt; ohne Vorwissen des Gottes-hausbundcs, seines Kasivogtes, verschiedene bischöf-liche Lehen entäusscrt u. s. w. Bey seinen« Ausblei-ben ward er für ewig verwiesen; sein eigen Gut wur-de , jedoch ohne Nachtheil des bischöflichen Stiftes,zu gemeinen Handen gezogen, er selbst des Bistumsentsetzt und dem Gotteshausbnndc und Dohmkapi-tel befohlen, einen neuen Bischof zn wählen; derentsetzte aber, wofern er jemals zurückkehren würde,ohne weitere Untersuchung zum Schwerdte vcrur-theilt.
Mehrere andere, und auch die Stadt Lhur wur-