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Umsonst daß der französische Gesandte vonNayenfeld auf Chur kam, umsonst daß cr daselbstdas Volk zur Standhaftigkeit aufforderte und einengemeinschaftlichen Bundestag verlangte: Die Neu-tralen zogen gleichfalls nach Lhur und durch Ueber,macht erzwängen sie die llnterschreibung ihrer vor-geschlagenen Anickcl. Der französische Gesandteund mit ihm die Verbanneten flüchteten sich überdie Gränzen Ein neues Strafgericht zu Davosentkräftet die Urtheilssprüche des vorigen Churerge-richtes; die Beklagten werden Richter/ die RichterBeklagte. — Gegen Ende des Jahres beschwerte sichder Rönig in Frankreich in einem Schreiben andie Häupter und Gemeinden in Pündten über dieschimpfliche Wegwcisung seines Gesandten und ver-spricht allen Beystand gegen die Urheber der Unru-hen.
Alles dessen ungeachtet hatte im Jahre 1620. dasStrafgericht zu Davos den Fortgang. QalthasarSchalke! / ein Neffe des Rudolfs von planta,ward heftig gefoltert/ und bekennte doch nichts. Nebst
vielen andern wurden auch Joseph von Lapol um5000 und der Ritter Georg Schorfch um 6000 Du-katen gebüßt. — Die verbanncte hatten sich theilsnach Oesterreich / theils nach Mayland geflüchtet;aus zaumloser Rachbegierde suchten sie den Herzogvon Fcria zur Eroberung des veltlins zu bereden.Schon war den Reformierten aller Zugang abge-
schnitten; den iy. Jul. 1620. wurden Morgens vorTage die Sturmglocken gelautet, und das Würgenund Morden nahm seinen Anfang. — Andreas En-dreim von Rublis, Potestat auf der Teil/ wurde