Band 
Erster Theil.
Seite
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aus ihrem Traume aufwecken und sie belehren, daßebne Mühe nicht nur die Bündtner, sondern auchdie Eidgenossen mitten in ihren Gedingen könnenunterdrückt werden? Wendet nicht ein, daß diepündtner uns gleichgültig seyen; wenn sie uns sonstkeinen Vortheil verschaffen, immer schon ein höchstwichtiger Vortheil, daß sie den ganzen, östlichenTheil unsers Vaterlandes bedecken, und daß vondieser Seite der Feind nicht änderst als über ihreaufgcthürmtcn Leichen bis zu uns hervordringen kann !Und müssig sollten wir der Ausbreitung der österrci-chischen Macht zusetzn, dieser furchtbaren Macht,die allbcrcits gegen Mittag uns durch Mayland,gegen Mitternacht durch Dordcröstcrreich, gegenAbend durch die Grafschaft Burgund einsperrt! Nochso wichtig, noch so begründt seyen Oesterreichs Forde-rungen an Bündtcn: keineswegs durch Gewalt derWaffen, sondern Kraft des Erbvcreins und andrerVertrage nach den vorgeschriebenen Formalitäten desRechtes soll es seine Forderungen behaupten! Wennunser Schutzbündtniß mit den Rhäticrn kein leeresoder lügenhaftes Papier ist, fordert es uns nicht auf sfeyerlichste zur Bcyhilfe in Gefahr auf. Und zu wel-cher andern Zeit wollen wir unsern nothlcidcndcnBundesgenossen beyspringen, wenn wir's nicht heu-te thun? Wenn wir es aber nicht thun, mit wasfür Recht dürfen einst wir in ähnlichem Falle vonunsern Verbündeten Hilfe erwarten ? Haben wir nichtdurch unser eigen Beyspiel bewiesen, daß Treu undGlauben, daß die besiegelten und bcschwornen Ver-träge hintan gesetzt werden? Wolhcr denn! Laßt unsfür einmal jedes Privatintercssc, allen persönlichen