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auf zwölf Jahre lang zu Chur, in Meyenfeld und beyden Passen österreichische Besatzungen geduldet wer-den. — Ueber diese für Frankreich nicht weniger alsfür die Eidgenoßschaft höchst nachtheiligcn Derträ.ge öfneten allmählich die französischen Botschaftter, leider allzuspäte die?iugen; sie, welche selbstdie größten Vorwürfe verdienten, ficngen izt an,über die Rantons wegen ihrer zu geringen Thätig-keit bittere Klagen zu führen.
Nicht lange, und die Rantons konnten ihrenUnwillen gegen den Herzog Leopold thätlich be-weisen. Bey Mansfeids kriegerischem Uebcrfall desElfaß und Briogaus begehrte kraft der Erbverei-nigung der Herzog den eidgenößischen Beystand,und dieser Beystand ward ihm verweigert. Keines-wegs nämlich zu einem solchen, sondern nur zu ge-treuem Aufsetzn werden die Kantons durch die Erb-vcreinigung verpflichtet.
Inzwischen war in Pündten die Unterdrückungje länger je grösser geworden. Der Abbt Bcneduransaß wieder in dem Kloster sshurwalden; der ver-bannte Bischof Johann kam nach Thür zurück undführte in seinen Pfarreyen den gregorianischen Ka-lender und das Concilium zu Trident ein; dieCapu-ziner verbreiteten sich zahlreich in: Brerigau. Da-selbst wurden die reformierten Prediger vertrieben.Zu Clevcn wurden die Häuser der Evangelischenniedergerissen und ihre Leichen in den Gräbern miß-handelt; aller Orten wurde den armen Leuten vonden österreichischen Soldaten der letzte vorrathan Lebensmitteln gcraubet. Ein Febndnch, Na-mens Talhammer, ergriff Stephan Riedlt aus dem