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Den 27. Junius >622. kamen die Häupter desStaates, wie vormals, wieder regelmäßig in Churzusammen; in ihrer Versammlung wurde beschlossen:I. Eine durchgängige Amnestie für alle Pündtncr, siemochten verbannt worden seyn oder nicht, von weiseher Faction sie immer gewesen, und was sie auchimmer gegen das Vaterland vcrwürkt haben, jedochdaß sie für die Zukunft allen Parthcygcist abschwören,und hingegen gewissenhaft die kandcesatzungcn bcob-achten. II. Gänzliche Entkraftung des maylandi-sehen Vertrages. III. Anwerbung von 1200 Mannaus jedem der III PÜndte, unter Anführung desFreyherr» Rudolf von Salis , zur Verwahrung derPasse. — Zugleich wurden,auf diesem Bundestagezwey Schreiben, das eine an den Erzherzog Leo-pold, das andere an den Statthalter zu Maylandgeschickt. Jenen bitten sie um Zurückstellung desMünstcrthals und des untern Engadins, diesenebenfalls um Abtretung der ihnen abgenommenenLander. Endlich wurden Gesandte auf die eidgenös-sische Taglcistung geordnet, um von den KantonsRath und Hilft, wie auch den Durchzug für dieHilfsvölker zu bitten.
Auf der eidgcnößischen Tagleistung erschienen diefranzösische, die österreichische und spanische Ge.sandte. Erstere bezeigten sich für die pündtncrnicht ungcneigt; bccde letztere hingegen sprachen inganz andern, Tone und erklärten die Brettigauerals treulose Rebellen. Die weitere Untersuchung wardauf eine neue Zusammenkunft in Fcldkirch verscho-ben.
Inzwischen suchten die pündtncr je langer je mehr
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