Band 
Erster Theil.
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407
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Die anerbotene Vermittelung sowol von Schaf.Haufen, St. Gallen, Appenzcll, als auch von denfünf catholtschen Aantons u. a. m. wurde freund-schaftlich verbetten.

Den 20. Octobcr 1646. begab sich StatthalterHirzel mit etlichen Befehlshabern in das Schloßweddenschwell; daselbst wohnten sie der Predigtbey, ermähnten zum Frieden und versprachen obrig.seitliche Gnade, wofern man nämlich die Rädels-führer herauslicfern werde. Plötzlich entstand einTumult in der Kirche, sondcrhcitlich durch die Weibs-personen verursacht, die allbcrcits einen überraschen,den Einfall besorgten; mit Mühe wurde der Tumultgestillt; fruchtlos aber forderte man die Auslieferungder Häupter dieser Verschwörung. Hierauf besetzteStatthalter Hirzel das Schloß mit 140 Soldatenvon Bülach; morgens darauf, den 21. Octvber ru»dcrte die kleine Flotte von mehr als r°o Schiffen,mit 500 Mann, nebst einer Menge groben Geschü-tzes , von Zürich weg und landete Abends um fünfUhr bey der Bay zu lvcddmschwetl an ; die Ein.wohner erschienen mit wciffcn Stäben am Ufer undflehten um Gnade; hierauf stieg das Kriegesvolk anBord und ward daselbst einquartiert. — Auf derLandseite rückten auch das Fußvolk und die Rcute-rey an. — Den 22. Oktober predigte der PfarrerVollcnweyder über Psalm I.I: 12,16. in Gegenwartder Befehlshaber und Soldaten, besonders auchvieler Weiber. — Nach der Predigt wurden alle Com-pagnien der Seeflotte auf Zollingers Matten versam-melt, an eben dem Orte, wo vorher die Aufrührerihre Zusammenkünfte gehalten hatten; in die Mitte