Band 
Erster Theil.
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staatskluges Mißtrauen; und dieser frostige, ncrrvculose Geist erstreckte sich selbst über die Sprache.« Wie es in diesem Zeiträume mit der deutschen Spra-„ che hergegangen sey, sagt Leidnitz S- 24, kann man„ aus den Reichsabscheidcn und andern deutschen„ Handlungen sehn. Im Jahrhundert der Refor.„niation redete man ziemlich rein deutsch; ausser»weniger italiänischer, zum Theil auch spanischer» Worte, so vermittelst des kaiserlichen Hofes und„ einiger fremder Bedienten , zuletzt eingeschlichen.» Allein wie der drcßigjahrige Krieg überhand gcnoh»„men, da ist Deutschland von fremden und einheü„ mischen Völkern wie mit einer Wasserfluth übe»» schwemmt worden und nicht weniger unsere Sprar„ che als unser Gut in die Rappuse gegangen; und„ sieht man, wie die Reichsacta solcher Zeit mit„ Worten angefüllt sind, deren sich freylich unsere» Vorfahren geschämt haben würden. Nach den Mänr,, sterschen und Pirenäischcn Frieden hat sowol die„ französische Macht als Sprache überhand genoh-» men, u. s. w. „

Während des dreyßigjährigen Krieges erhob sichin Deutschland Martin Opitz zum Wiederherstelletder deutschen Sprache und Dichtkunst. Schwächerund in bescheidener Entfernung folgten ihm andere.Unter den Eidgenossen dürfen wir einen Bcrner,Hans Rudolf Rebmann, und einen Appenzeller,Johann Grob, nicht unbemerkt lassen. Von jernein, der Prediger zu Muri bey Bern war, hatman fchweitzersche Volkslieder, welche im Jahr 162-,unter folgender Aufschrift gedrukt sind: „ Ein lustig„ und ernsthaft poetisch Gastmal und Gespräch zweyer