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„ Unfugcn zu treiben ; item auch daß das junge Volk„ sich nicht scheut, mit einer merklichen Veranlassung„ zur Leichtfertigkeit unter einander zu baden „ Daßähnliche Lebensart auch in dem bernerschen Ran.ton geherrscht habe, hicvon zeugt die Rcisebeschreirbung des Landvogt Gravisct durch Heutelien im Jahr1658. Dieser Verfasser laßt s. 85 - den Muftus sa-gen : „ Wir andern Mufti verbeulen an den hcilis„ gen Tagen unsern Bauern das Trinken und Tans„zen nicht, sondern wir erlauben solches öffentlich„ in den Dörfern, welches nicht so gefäbrlich ist als„die Waldtanze, wo die Baurcnmadchcn oft ihre„ Kränzgcn in dem Gebüsche verlieren. >, —
Je mehr in dem Nationalcharacter die gröbereSinnlichkeit jeder feinern Empfindung im Wegestand, desto weniger konnten die Früchte des Geüstes zur Reife gcdcyhn. Freylich lehrt die Geschichteanderer Staaten, daß sehr oft der poetische Ge-nius alsdenn im erhabensten Lichte erscheint, wenner, mit Blut des Bürgerkrieges getränkt, die Fa-ckel der Raserey schwingt, Kronen und Zepter zer-schmettert und über Lcichengebärge einherfleugt:allein wenn der dreyßigjährige Rricg in Deutsch-land weder römische Lucanc noch französische Cor««reiste hervorbrachte, so geschah es wol unter andern,weil er nicht weniger in seinem Ursprünge als inseinem Erfolge vielmehr niederschlug als aufmun-te; finstere Disputicrsucht war derAnfang desselben,und anstatt glorreicher Triumphe endete er mit Hun-ger und Elend. Bey den eidgenößischen Rantonsbesonders erwekte die Gefahr der KriegesflammenWeil weniger poetischen Hkldenmulh als vielmehr