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XXX.
Einheimischer Religionskrieg in dem Jahr
ibss. NNd I6s6.
langer je höher stieg das Mißtraun zwischenden reformirten und den catholischen Rantons;jede Parthey beredete sich, daß in den gemeinschaft-lichen Herrschaften die andre Parrhey allzugewalt.sam ihre eigne Religion auszubreiten bedacht sey;den Catholischen schienen die neuen Besestigungs-werke in Bern und Zürich, ihnen schienen die Un-terhandlungen der reformirten Eidgenossen mit Eng-land und Holland, ihnen schien der Eifer, womitdiese sich der piemontestschen Glaubensgenossen an-nahmen, ihnen schien selbst der Vorschlag zur Er,Neuerung und näherer Bestimmung des helvetischenBundes nicht wenig verdächtig: Eben so verdäch-tig hingegen schien den Reformirten die Bundes-erneuerung der Catholischen mit dem Bischof zuBasel und mit dem Herzog von Savoyen, die Be-stätigung des boromäischen Bundes, das gute Ver-siändtniß mit Spanien u. s. w. Hiezu kamen nochdie Schmähworte, welche hin und wieder der Pöbelausstreuete.
Folgender Vorfall enthüllte nun gänzlich die in-nern Gesinnungen: — Den 14. September 1655.alten Styls erschienen ganz unvermuthet in Zürichsechs Haushaltungen von Arth in dem RantonGchweitz, nämlich ein und zwanzig Männer undvierzehn Frauenspersonen, nebst einem Hausvater,der Weib und Kinder zurückgelassen hatte. Dies»