Band 
Erster Theil.
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519
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§19

hatten die katholische Rantons in diesen Ort einestarke Besatzung geworfen, auch hakten sie sich derPasse über die Reuß bis auf Gebistorf hinunterbemächtigt und Lremgartcn, Mcllingen und Sa-hen mit Truppen besetzt; sie waren auf dem Punct,alle Gemeinschaft zwischen Zünch und Lern zu ver-buttern. Ohnehin glaubten sie den Bernern dieHände gebunden; diese nämlich schienen selbst nicktzu sicher, theils wegen ihrer eignen Landesleute, theilswegen des Herzogs von Savoyen. Nichts destoweniger zauderten sie keinen Augenblick, auf zür-chersche Seite zu treten; sogleich schlugen sie denV. catholischen Rantons den freyen Rauf ab;schon den 28 December 1655. schickten sie 220. Mannauf Lcnzburg; den 29. liessen sie den Landsturmergehn; ihre Oberländer besetzten den Breumg ge.gen Untcrwalden ; die Emmenthaler bewachtendie Gränzen gegen das luzernersche Entlibuch undden Bnchiberg gegen Solothurn; auch rückten et-liche taufend Mann gegen Freyburg, weil dieserKanton den welschen Hilfsvölkern den Durchzugversperrte.

In aller Eile kamen Lucernergesandte nach Bern,mit Anerbictung eines Waffenstillstandes und billi-ger Friedensbedingnissen: Diese Anerbietung hielt mannur für ein Mittel zum Aufschub, damit sich inzwi-schen die Feinde verstärken können; man schlug siealso aus und die Lucernergesandte mußten zusetzn,wie die bcrnerschen Kriegesvölker aus der Stadtins Feld rückten. — Auch die übrige reformirte Bun.dcsgenossen blieben nicht müßig; Basel unterhieltivoo. Mann zu Fusse und vier Compagnien zu